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In der Pfarreiengemeinschaft Huglfing war Pfarrer Thomas Renftle auch als Hobbymusiker bekannt.

„Was macht eigentlich . . . Thomas Renftle?“

Zurück zu den Wurzeln

Huglfing - Thomas Renftle war früher Pfarrer von Huglfing. Mittlerweile ist er  nach seiner Zeit als Stadtpfarrer von Kaufbeuren in Weiler gelandet.

Private Kontakte nach Huglfing, Eglfing und Oberhausen bestehen nach wie vor, obwohl Pfarrer Thomas Renftle die Pfarreiengemeinschaft Huglfing schon vor über fünf Jahren verlassen hat. Der Satz, den er seinerzeit zum Abschied sagte, hat für ihn auch nichts an Gültigkeit verloren: „Huglfing war meine schönste Zeit“. Gerne erinnert sich der 42-Jährige an die Zeit in der überschaubaren Pfarreiengemeinschaft mit seinen rund 2500 Katholiken. Danach folgte das Kontrastprogramm: Der gebürtige Thannhausener wurde Stadtpfarrer von Kaufbeuren (rund 40 000 Einwohner) und hatte die Aufgabe, die pastorale Neuordnung in der Stadt im Ostallgäu in die Wege zu leiten. Aus den früheren sieben Pfarreien wurde eine große Pfarreiengemeinschaft. Renftle war zunächst für drei Pfarreien, später für alle sieben zuständig, weitere neun Geistliche unterstützten ihn.

„Eine direkte Seelsorge für die Gläubigen war da nicht mehr möglich“ so Renftle. „Das wollte ich auf Dauer einfach nicht.“ Er leitete die Neuordnung in dem Bewusstsein ein, dass nach deren Abschluss ein neuer Pfarrer kommen wird. „Es gibt eine Mannschaft, die das übernimmt, und eine andere, die dann weitermacht“, so Renftle, der in Huglfing vor allem wegen seiner offenen unkomplizierten Art bei den Menschen sehr beliebt war.

Im September 2014 war seine Mission beendet, er wechselte ins Westallgäu und übernahm die Pfarreiengemeinschaft Weiler mit Oberreute, Simmerberg und Ellhofen, die mit rund 5000 Katholiken nicht sehr viel größer ist als Huglfing. Da bleibt Zeit für persönliche Gespräche, für die Seelsorgearbeit. Dabei wird er von einem Ruhestandspfarrer unterstützt.

Renftle ist ein also ein wenig zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Allerdings ist eine weitere Aufgabe auf ihn zugekommen. Seit zwei Monaten ist er als Dekan im Dekanat Lindau Bindeglied zwischen Bischof und Pfarrern. Dieses Amt gibt ihm eine gewisse Planungssicherheit. Denn ein Dekan wird für sechs Jahre gewählt, und in dieser Zeit ist ein Wechsel eigentlich ausgeschlossen. Wie seinerzeit ist Renftle wieder viel mit dem Fahrrad unterwegs; aber ein- bis zweimal im Jahr steigt er ins Auto und fährt die rund 120 Kilometer nach Huglfng. Alte Liebe rostet nicht.

Johannes Thoma

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