Konzern optimiert Mühltalkraftwerk

Eon plant 1400 Meter langen "Auenbach"

Icking – Der Gemeinderat hat Plänen von Eon zugestimmt, künftig mehr Wasser in den Mühltalkanal zu leiten. Die Räte folgten damit dem Beschluss des Eglinger Gemeinderates vom vergangenen Monat.

Der Energiekonzern plant als Ersatz für den Neubau eines Restwasserkraftwerks im Bereich des Ickinger Wehrs nun eine Optimierung des Mühltalkraftwerks. Bislang werden am Wehr, zum Zweck der Wasserkraftnutzung im wenige Kilometer entfernten Kraftwerk Mühltal, 80 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in den Mühltalkanal geleitet. Künftig sollen es 90 Kubikmeter pro Sekunde sein.

Bürgermeisterin Margit Menrad erläuterte, dass das Restwasser, das im natürlichen Isarlauf bleiben muss, nicht reduziert werden soll. „Das heißt, die 90 Kubikmeter werden nur dann ausgeleitet, wenn keine Gefahr besteht, dass das Restwasser zu gering wird.“ Als ökologische Ausgleichsmaßnahme plant Eon die Errichtung eines 1400 Meter langen „Auenbaches“ als „Lebensraumneuschaffung und Auenbewässerung“. Das Ickinger Wehr selbst, mit der alten Floßrutsche und der 2005 gebauten Fischaufstiegshilfe, soll nicht verändert werden.

Nach kurzer Diskussion billigten die Räte die beantragte Erhöhung der Ausleitung in den Isar-Werkkanal, solange der 1995 genehmigte Restwasserbestand in der Isar erhalten bleibt. Zudem betonte der Gemeinderat, dass Icking den Bau eines barrierefreien Übergangs am Wehr durch Eon nach wie vor für wichtig hält. Außerdem appelliert man an den Energiekonzern, anderen Betreibern ein Schlauchwasserkraftwerk zu ermöglichen. (yvi)

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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