54,7 Prozent: Margit Menrad ist neue Ickinger Bürgermeisterin

- Icking – Die Gemeinde Icking hat wieder einen Bürgermeister, respektive eine Bürgermeisterin: Margit Menrad von der Unabhängigen Bürgerliste Icking (UB) konnte bei der Stichwahl am gestrigen Sonntag 54,7 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Gegenkandidat Matthias Ertl von der Parteifreien Wählergemeinschaft (PWG) kam auf 45,3 Prozent. Menrad wird in der Gemeinderatssitzung am 31. Juli vereidigt und diese Sitzung dann sofort leiten. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,7 Prozent, rund neun Prozentpunkte niedriger als vor zwei Wochen. Insgesamt stimmten 1596 von 2630 Wahlberechtigten ab.

von hans moritz und Yvonne Zuber <P>Um 18.42 Uhr verkündete Kämmerer und Wahlleiter Stefan Fischer im stickig-heißen Sitzungssaal das Ergebnis: 868 Bürger hatten ihr Kreuzchen bei Margit Menrad gesetzt, 720 bei Ertl. Vier der sechs Stimmbezirke holte Menrad (zweimal Briefwahl, Icking und Walchstadt), zwei gingen an Ertl (Irschenhausen und Dorfen). Das offizielle Ergebnis wird der Wahlvorstand im Laufe des heutigen Montags vorlegen. <P>Der Bekanntgabe folgte minutenlanger Applaus. Die erste Umarmung der Wahlgewinnerin kam nicht von Gatten Hans-Ulrich Menrad oder Tochter Sina, sondern von UB-Vorsitzendem Dr. Maximilian Kinkeldey. &#8222;Wir haben so gehofft, und jetzt sind wir froh, dass es geklappt hat. Ich freue mich für Frau Menrad, aber auch für unsere UB.&#8220; Menrad selbst nahm zahlreiche Glückwünsche entgegen. Sie versicherte, &#8222;mit dem Ergebnis so nicht gerechnet zu haben&#8220;. Eine Stichwahl könne immer noch einmal alles drehen. Die 40 Prozent vor zwei Wochen seien keine Versicherung gewesen. Auch könne niemand vorhersagen, wohin sich die Wähler der vier vor zwei Wochen ausgeschiedenen Bewerber wenden. Sie dankte allen Helfern, der UB und ihrer Familie, die immer zu ihr gestanden hätten. Den Bürgern dankte sie für das Vertrauen. Sie werde das bei ihrer Arbeit beherzigen. Kurz nach 18 Uhr habe sie ins Internet geschaut. &#8222;Da stand nur Irschenhausen drin, und hier lag ich hinten&#8220;, berichtet Menrad über die ersten Minuten nach Schließung der Wahllokale. Die Bauamtsleiterin versprach, sich sofort in die Arbeit zu stürzen, auch wenn sie erst nach dem 31. Juli unterschriftsberechtigt sei. &#8222;Ich weiß, dass es anstrengend wird, aber ich freue mich darauf. Es wird gut werden&#8220;, gab sich Menrad zuversichtlich. <P>Wahlverlierer Matthias Ertl nahm die Niederlage sportlich: &#8222;Die Ickinger Bürger haben entschieden.&#8220; Enttäuscht sei er nicht, sagte er nach Verkündung des Ergebnisses. &#8222;Ich bin schließlich als Außenseiter in die Stichwahl gegangen.&#8220; Aber zum Schluss sei es noch einmal richtig spannend geworden. &#8222;Wir haben ganz schön aufgeholt&#8220;, sagte der PWG-Kandidat. Immerhin zwei Stimmkreise habe er geholt. Er freue sich auch über den fairen Wahlkampf. &#8222;Das war wichtig, schließlich hätten Frau Menrad und ich in jedem Fall weiter zusammenarbeiten müssen.&#8220; Ertl erklärte, dass er natürlich weiterhin Gemeinderat bleiben und seinen Betrieb in Irschenhausen weiterführen werde. &#8222;Ich wünsche der neuen Bürgermeisterin viel Glück und dass sie nicht viel Ärger hat.&#8220; <P>

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