„Eine Niederlage für alle Wolfratshauser Bürger“

-

Als eine &#8222;Niederlage für alle Wolfratshauser Bürger&#8220;, beurteilt der Vize-Bürgermeister und Leiter der Projektgruppe Loisachhalle, Paul Brauner, die Entscheidung der Rechtsaufsichtsbehörde. Dass das Projekt europaweit ausgeschrieben werden muss, sei auf den Einwand des CSU-Fraktionsvorsitzenden zurückzuführen. &#8222;Wir haben es Dr. Manfred Fleischer zu verdanken, dass die Stadt Wolfratshausen beim Thema Loisachhalle wieder ganz von vorne anfängt.&#8220; <P>Dieser &#8222;Pyrrhussieg&#8220; ermutige Fleischer sicher, &#8222;auf weitere Fehler in der Bayerischen Verwaltung hinzuweisen. Wie wäre es, wenn er darum kämpfen würde, dass ausländische Brauereien auf dem Münchner Oktoberfest endlich auch einmal eine Chance bekommen?&#8220; <P>Die Wiedereröffnung der Halle werde sich nun weiter verzögern. Brauner: &#8222;Schließlich müssen wir dem portugiesischen Bauunternehmer X oder dem polnischen Gastronom Y die Möglichkeit einräumen, sich zu bewerben.&#8220; Wolfratshausen verzichte auf sein Selbstverwaltungsrecht, &#8222;den Betrieb der Loisachhalle einem erfolgreichen bayerischen Brauhaus zu fairen Bedingungen anzuvertrauen, weil wir als echte Europäer dem portugiesischen Bauunternehmer auch eine echte Chance geben wollen&#8220;. Das mit den Gewährleistungen &#8222;darf man nicht so eng sehen, und unser Baukostenzuschuss ist bei einem ausländischen Unternehmen allemal sicherer angelegt&#8220;, ergänzt der Vize-Rathauschef süffisant. Für &#8222;riesige Events&#8220; in der Loisachhalle werde ein tschechischer Unternehmer schon sorgen, &#8222;damit endlich mal internationales Flair in die oberbayerische Kleinstadt kommt&#8220;. <P>Dass Ministerpräsident Edmund Stoiber &#8211; &#8222;unser Stimmkreisabgeordneter sowie Ehrenbürger der Stadt Wolfratshausen&#8220; &#8211; und seine &#8222;Ministerialbürokratie&#8220; die Entscheidung der Rechtsaufsichtsbehörde abgesegnet haben, stimme ihn &#8222;nachdenklich&#8220;. <P>&#8222;Andere Länder nutzen Freiräume&#8220; <P>Doch Stoiber (&#8222;ein großer Befürworter der Loisachhalle&#8220;) könne nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen. Da hätten es Kommunen in anderen europäischen Ländern einfacher. &#8222;Deren Regierungsvertreter beschließen zwar auch das europäische Recht, aber die haben keine so gute Vollzugsverwaltung, oder &#8211; was ich eher glaube &#8211; sie nutzen die durchaus vorhandenen Freiräume der Regelung zu Gunsten ihrer Kommunen.&#8220; <P>Brauner betonte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Rechtmäßigkeit des Notarvertrages zwischen der Stadt und dem Hofbräuhaus Traunstein nicht Verhandlungsgegenstand gewesen sei. &#8222;Es ging lediglich um die Beachtung des europäischen Vergaberechts.&#8220; Auf dessen Beachtung hätten in der mehrjährigen Loisachhallen-Diskussion weder das Landratsamt, noch die Regierung von Oberbayern, noch das bayerische Innen- oder Wirtschaftsministerium aufmerksam gemacht. K cce <P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kommunalwahl 2020: Sperl will Bürgermeister in Egling werden
Eglings Bürgermeister hat einen Herausforderer: Florian Sperl will Hubert Oberhauser den Chefsessel streitig machen. Die CSU- will ihn am 28. November nominieren.
Kommunalwahl 2020: Sperl will Bürgermeister in Egling werden
Beschluss von Stadt: Hier droht riesige „Grenzmauer“ durch Ort - Politiker schlagen Alarm
Wolfratshausen droht eine Grenzmauer. CSU-Politiker haben die geplante Mauer bereits mit weißem Stoff auf mehreren Quadratmetern nachgestellt. 
Beschluss von Stadt: Hier droht riesige „Grenzmauer“ durch Ort - Politiker schlagen Alarm
Polizei sperrt Staatsstraße in Egling: Das ist passiert 
Nach einem schweren Verkehrsunfall zwischen Egling und Wolfratshausen musste die Polizei die Staatsstraße am Mittwochmittag sperren.
Polizei sperrt Staatsstraße in Egling: Das ist passiert 
Angeblicher Microsoft-Mitarbeiter prellt 80-Jährige um mehrere tausend Euro
Auf eine dreiste Betrugsmasche ist eine 80-jährige Geretsriederin reingefallen. Die Polizei warnt ausdrücklich vor Anrufern, die sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben.
Angeblicher Microsoft-Mitarbeiter prellt 80-Jährige um mehrere tausend Euro

Kommentare