Der Baum fällt, und Menschen stehen daneben: Bei der Fällaktion an der Anemonenstraße versuchten Anwohner, die Föhren zu schützen. Die CSU wertet die Aktion als einen Fall „für den Staatsanwalt“, weil die Anwohner gefährdet wurden. Foto: Archiv

Die Abholzaktionen als Trauerspiel

Wolfratshausen - Beim Stammtisch hat die CSU-Wolfratshausen die jüngsten Baumfällaktionen im Stadtgebiet nachhaltig kritisiert und Konsequenzen gefordert.

Die Baumfällaktionen am Bergwald und in der Anemonenstraße lassen die Mitglieder der CSU Wolfratshausen nicht zur Ruhe kommen. Auch beim Stammtisch im Gasthaus Löwenbräu wurde das Thema umfassend diskutiert.

Dass sich Bäume durch Gesetze vor mutwilligen Abholzungen schützen lassen, glaubt Fraktionssprecher Manfred Fleischer nicht. Vielmehr hält er eine „Gesinnung für den Baumschutz“ für entscheidend. Ohne diese Gesinnung würden auch keine Gesetze greifen, was beim Kahlschlag am Bergwald deutlich geworden sei. Denn in diesem Fall hätte es durch das Waldgesetz aus den 70-er Jahren eine klare Regelung gegeben. Demnach sei der Kahlschlag eines Schutzwaldes wie in Wolfratshausen verboten. „Warum die Forstbehörde hier nicht eingeschritten ist, kann ich nicht nachvollziehen.“

Auch in Bezug auf die Abholzung der zwölf Föhren an der Anemonenstraße vertrat Fleischer eine klare Position. Was sich die Oberbayerische Heimstätte als Eigentümerin des Grundstücks da geleistet hätte, sei Fleischer zufolge eine „Riesensauerei“ und ein Affront gegen die Stadt. Um das ganze Ausmaß der „unfassbaren Vorgehensweise“ deutlich zu machen, verwies er auf das, was alles gelaufen sei, bevor die Bäume in einer „Hau-Ruck-Aktion“ beseitigt worden seien. Fleischer vertrat die Ansicht, die Aktion sei ein Fall für die Staatsanwaltschaft, da sich Menschen in unmittelbarer Nähe der Fällungen befunden hätten. (njd)

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