Ein „absoluter Irrsinn“

Geretsried - Die Gema spricht von einer Vereinfachung ihres Regelwerks, CSU-Stadtrat Hans Ketelhut kritisiert das neue Abrechnungsmodell. Er spricht von einem „absoluten Irrsinn“ mit fatalen Folgen für Vereine.

Zum 1. April des kommenden Jahres will die Gema ihre Abrechnungsmodelle umstrukturieren (wir berichteten). In Ketelhuts Augen könnte das das Aus für zahlreiche kulturellen Veranstaltungen bedeuten. Im jüngsten Kulturausschuss drängte er darauf, dass die Stadt über den Gemeinde- und den Städtetag versuchen soll, die Gema doch noch zum Einlenken zu bewegen.

Ab dem kommenden Jahr will die Gema mit Veranstaltern nur noch auf der Basis von zwei Tarifen abrechnen. „Dadurch werden zwar Spitzen herausgenommen“, sagte Ketelhut in der Sitzung, „aber bei uns bedeutet das einen Aufschlag von 100 Prozent.“ Ketelhut ist Vorsitzender des Geretsrieder Verschönerungsvereins, der seit Jahrzehnten den Blumenball in den Ratsstuben ausrichtet. Bisher bezahlte man an die Musik-Verwertungsgesellschaft mit Sitz in München 385 Euro. Künftig seien 800 Euro fällig, so der Vereinschef. Für kleine Vereine eine kaum zu bezahlende Summe. Die von der Gema angekündigten Umstrukturierungen würden somit das Begräbnis für viele Veranstaltungen bedeuten, befürchtet der Kulturreferent. Ketelhut appellierte deshalb an alle Vereine, bei der Gema anzufragen, was ab 2013 auf sie zukomme und ob sie vielleicht von der Härtefallregelung profitieren könnten.

(nej)

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