Achtung, Rutschgefahr

- Geretsried – Tagsüber Sonnenschein und Tauwetter, nachts Minustemperaturen: Die derzeitige Wetterlage verwandelt Straßen und Gehwege in reinste Rutschbahnen. Ältere Menschen wagen sich kaum noch nach draußen, auch Autofahrer klagen über schlecht geräumte Nebenstraßen. Im städtischen Bauhof weiß man um die Problematik. „Wir kommen mit dem Räumen und Streuen nicht mehr nach“, sagt Manfred Deliano. Eines weiß der Bauamtsleiter schon jetzt: „Dieser Winter wird noch teurer als der vergangene.“

Von Tanja Lühr <P>Ob in kleinen Seitenstraßen wie dem Künnekeweg oder auch auf der Rübezahlstraße &#8211; die Spurrillen sind teilweise so tief, dass die Autos aufsetzen. &#8222;Wir fahren überall mit dem Räumfahrzeug durch &#8211; auch durch die Nebenstraßen&#8220;, betont Deliano. Doch wenn die Fahrspuren im frisch gefallenen Schnee festfrieren, sei der Bauhof machtlos. <P>Salzen dürfe man die Nebenstraßen nicht, bei Temperaturen unter minus sieben Grad Celsius sei dies ohnehin nutzlos. Trotzdem habe die Stadt bisher schon eine Ausnahme gemacht. Wenn die Witterungsverhältnisse so blieben, sagt Deliano, werde künftig überall Salz gestreut. Er weist bei der Gelegenheit darauf hin, dass die Räumfahrzeuge in engen Straßen oft nicht an den parkenden Autos vorbeikommen. <P>&#8222;Viele ältere Menschen trauen sich im Moment nicht vor die Haustür&#8220;, berichtet Geretsrieds Seniorenreferentin und Stadträtin Kunigunde Fischer. Sie selbst sei bereits auf der spiegelglatten Isaraustraße gestürzt &#8211; zum Glück, ohne sich zu verletzen. Klagen über schlecht geräumte Straßen, Gehwege oder Bushaltestellen seien ihr aber noch nicht zu Ohren gekommen. Die Bewohner des Caritas-Altenheims an der Adalbert-Stifter-Straße bleiben nach Auskunft des Heimleiters Heinz Kucznierz derzeit lieber auf dem geräumten Grundstück. Besonders schlimm ist die Situation laut Anwohnerin Monika Hauk am Drosselweg, vor dem Betreuten Wohnen. Da die Straße keinen Gehweg hat, müssten alte und gehbehinderte Menschen die vereiste Fahrbahn benutzen, was doppelt gefährlich sei. Ihr Mann, so Monika Hauk, habe sich bereits bei der Stadt über die Zustände beschwert. Geschehen sei bisher nichts. <P>

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