Ärztestreik erfasst Kreisklinik

- Wolfratshausen – An den Streikaktionen der Ärzte an kommunalen Krankenhäusern beteiligen sich jetzt auch die Mediziner der Kreisklinik Wolfratshausen. Am kommenden Freitag, 4. August, werden die Mediziner in den Ausstand treten. Das bestätigte der Vorsitzende des Betriebsrates der Klinik, Dr. Josef Orthuber, unserer Zeitung. Gleichzeitig wollen die Ärzte die Bevölkerung auf dem Wolfratshauser Marienplatz ab Freitagvormittag über den Streik und seine Gründe informieren.

Von Robert Link <P>&#8222;Wir werden einen Notdienst wie an Wochenenden oder Feiertagen aufrecht erhalten&#8220;, sagt Orthuber. &#8222;Geplante Operationen wird es aber nicht geben.&#8220; Wie die Streikaktion genau ablaufen soll, darüber beraten die Ärzte im Lauf der kommenden Woche. Grund für die Aktion: Am vergangenen Mittwoch waren die Verhandlungen zwischen den kommunalen Arbeitgebern und der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) abgebrochen worden. Seit Monaten verhandeln beide Parteien über bessere Arbeitsbedingungen und höhere Vergütung. Gefordert wird auch ein ärztespezifischer Tarifvertrag. <P>Die Wolfratshauser Ärzte wollen mit ihrem Streik ein Zeichen setzen, &#8222;das beide Seiten endlich zu Potte kommen müssen&#8220;, so Orthuber. Ebenso wie der MB lehnt Orthuber einen Schlichter bei den Verhandlungen ab und fordert einen eigenen Tarifvertrag für Ärzte. &#8222;Wir haben lange darüber nachgedacht, ob wir streiken sollen und uns jetzt dafür entschieden.&#8220; <P>&#8222;Wenn ich Arzt wäre, könnte ich es verstehen&#8220;, zeigt sich Klinik-Geschäftsführer Hubertus Hollmann verständnisvoll. &#8222;Als Chef habe ich aber auch die Finanzen im Blick&#8220;, so Hollmann. Höhere Löhne für die Ärzte seien angesichts der finanziellen Lage der Arbeitgeber nur bedingt realisierbar. Regelrecht dankbar ist Hollmann, dass sich &#8222;seine&#8220; Ärzte vorerst mit einem einzigen Streiktag begnügen. &#8222;Dies ist eine Aktion mit Augenmaß &#8211; zum Wohl der Patienten und der Klinik.&#8220; Längere Arbeitsniederlegungen, am Ende gar über mehrere Wochen, würde für das Klinikum &#8222;erhebliche finanzielle Belastungen&#8220; bedeuten, so Hollmann. Doch auch er sieht ein: &#8222;Die Ärzte wollen nicht schlechter bezahlt werden als bisher.&#8220; <P>

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