Bundesparteitag: SPD stimmt über sofortigen Austritt aus der GroKo ab - so lautet das Ergebnis

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Agieren statt reagieren

- Münsing – Schützen gelten als offen, kreativ, mutig und ehrgeizig. Michael Grasl gibt zwar nach eigener Aussage nicht viel auf Sternzeichen. Mit den genannten Charaktereigenschaften darf sich der 38-Jährige aber ruhig schmücken. In den ersten acht Monaten seiner Zeit als Bürgermeister hat er etliche Probleme angepackt, was von allen Seiten lobend anerkannt wird.

Von Tanja Lühr <P>Als Beispiele seien der Einbau einer UV-Anlage in Ammerland, die rasch eingeleitete Untersuchung im hochwassergefährdeten Einheimischen-Baugebiet und die verbesserte Verkehrsüberwachung an den Uferstraßen genannt. Vieles andere wurde auf den Weg gebracht, gerade im Bereich Ortsentwicklung und Bauen. &#8222;Das alles wäre ohne meine Mitarbeiter im Rathaus und dem äußerst kooperativen und unparteiischen Gemeinderat nicht möglich gewesen&#8220;, betont der Bürgermeister. Damit in Münsing künftig getreu Grasls Lieblings-slogan noch mehr agiert statt reagiert wird, hat der Gemeinderat unter Ausschluss der Öffentlichkeit eine Prioritätenliste für 2006 und die folgenden Jahre erarbeitet. <P>Trinkwasserversorgung hat Priorität <P>Die wichtigsten Punkte im Überblick: Oberste Priorität hat für die 16 Ratsmitglieder nach wie vor die Trinkwasserversorgung. Sämtliche maroden Kanal- und Wasserleitungen sollen sukzessive saniert werden. Mehrere 10 000 Euro, so Grasl, werde die Gemeinde heuer in ein digitales Leitungskataster investieren, das die Schwachstellen des Netzes wesentlich besser aufzeigen könne. Außerdem wird rund um den Brunnen in Seeheim ein Wasserschutzgebiet neu ausgewiesen. Damit will man die Grundwasserqualität sichern, um teure Investitionen wie eine UV-Anlage zu vermeiden. <P>Bereits im Januar starten wie berichtet die Probebohrungen im Einheimischen- Neubaugebiet an der Ammerlander Straße. Mit ihrer Hilfe soll die Ursache für den raschen Grundwasseranstieg geklärt werden, der im August zur Überschwemmung des Areals geführt hatte. <P>Seit langem wünscht sich die Bevölkerung Radwege zwischen Ammerland und Münsing sowie zwischen Degerndorf und Münsing. In beiden Fällen steht die Gemeinde laut Grasl in Verhandlungen mit Grundstückseigentümern und dem Straßenbauamt. 2006 soll nun vorrangig die Planung für den Weg Degerndorf-Münsing vorangetrieben werden. Laut Grasl wird er teils entlang der Hauptstraße und teils entlang des Waldes verlaufen. <P>An größeren Investitionen steht 2006 der Erweiterungsbau am Münsinger Feuerwehrhaus an. Grasl rechnet mit einem Baubeginn im Frühjahr und Kosten von rund 120 000 Euro. Teuer wird auch die EDV-Anlage für das Rathaus. Grasl: &#8222;Die neuen Programme sind übersichtlicher und bieten mehr Bürgerservice.&#8220; Apropos Personal: Im Bau- und im Standesamt wird je ein neuer Mitarbeiter eingestellt. <P>Eine Menge Geld steckt Münsing schließlich in Bebauungs- und Rahmenpläne. Laut Grasl hat sich der Gemeinderat in nicht öffentlicher Sitzung einstimmig für den 80 000 Euro teuren Seeufer-Rahmenplan ausgesprochen. 40 Prozent der Kosten übernimmt wie berichtet der Freistaat. Derzeit befinden sich Bebauungspläne für Wimpasing, Ambach und Oberambach in Arbeit. Weitere, wie für den Hauserweg in Münsing, sind angedacht. <P>&#8222;Jugend hoch drei&#8220; wird fortgesetzt <P>Grünes Licht hat der Rat für die Fortsetzung des Projekts &#8222;Jugend hoch drei&#8220; gegeben. Es läuft im April 2006 aus. Am Ball bleiben will Grasl auch beim Thema Suchtprävention. Ob eine Jungbürgerversammlung stattfinden wird, wie von ihm im Wahlkampf vorgeschlagen, steht noch nicht fest. &#8222;Vielleicht erfahre ich mehr über die Wünsche und Sorgen der Jugendlichen, wenn ich in die Vereine gehe und mit ihnen rede&#8220;, meint er. Und wie sähe das persönliche Wunsch-Horoskop 2006 für den geselligen Schützen aus, würde er an die Astrologie glauben? &#8222;Gesundheit steht für mich an oberster Stelle&#8220;, antwortet Grasl. Die wird er brauchen, um das selbst auferlegte Arbeitspensum zu bewältigen. <P>

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