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Alessandro Capasso will für Deutschland zum Eurovision Song Contest. Unter den besten 33 Deutschlands steht er schon jetzt. 

„Das hat riesigen Spaß gemacht“

Ex-Merkur-Volontär will zum ESC: So lief das Casting

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Waldram - Unter den besten 33 Deutschlands steht Alessandro Capasso aus Waldram schonmal. Jetzt soll es der große Wurf werden. Der 22-Jährige will zum Eurovision Song Contest. 

Alessandro Capasso will Deutschland beim ESC-Finale am 13. Mai in Kiew vertreten. Einen großen Schritt in dieser Richtung hat er bereits gemacht: Unter 2500 Bewerbern hat ihn eine Jury unter die besten 33 gewählt.

Er ist begeisterter YouTuber, war vor gut einem halben Jahr „Cover der Woche“ beim Radiosender Antenne Bayern und ist bekennender ESC-Fan. Die Entscheidung, sich für den deutschen Vorentscheid „Unser Song für 2017“ zu bewerben, lag also irgendwie auf der Hand. Anders als früher ist der Weg zum Finale seit diesem Jahr wieder offen für alle, die sich für Musik begeistern. „Als ich das gehört habe, war klar, dass ich es versuchen werde“, sagt Alessandro, den alle nur Sandro nennen und der vor rund zwei Jahren seine Redakteurs-Ausbildung beim Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur abgeschlossen hat. 

Im ersten Schritt mussten sich die Teilnehmer online mit einem Video oder an einem von zwei Casting-Standorten bewerben. Sandro hat sich für die erste Variante entschieden – mit Erfolg. An diesem Wochenende haben sich die 33 Kandidaten, die den Sprung in Runde zwei geschafft haben, in Köln einer Fachjury gestellt. Die besteht aus Vertretern des deutschen ESC-Federführers NDR und weiterer ARD-Sender, der Produktionsfirma Raab TV sowie musikalischen Experten. Sandro präsentierte mehrere Songs, darunter „Flashlight“ von Jessie J., einen seiner Lieblingstitel – und war mit sich zufrieden. „Die Nervosität war nach wenigen Sekunden weg, ich hatte keine Texthänger – es lief ganz gut.“ 

Dabei hat Sandro noch nicht allzu viel Bühnenerfahrung. Seine Feuertaufe hat der Journalistik-Student (drittes Semester) an der Universität Eichstätt in diesem Semester bestanden. „Da haben wir ein selbst geschriebenes Musical mehrmals vor größerem Publikum aufgeführt. Das ist schon etwas anders, als sich zu Hause zu filmen und das Ganze dann online zu stellen.“ Von der Atmosphäre in Köln war Sandro begeistert. „Das hat riesigen Spaß gemacht und hat sich auf jeden Fall jetzt schon gelohnt.“ 

Zum Besuch in der Dom-Stadt gehörte auch ein „Speed-Dating“ mit Bürger Lars Dietrich. Der Entertainer hat alle 33 Kandidaten fünf Minuten lang befragt. Von Sandro erfährt man unter anderem, dass Ungeduld sein größtes Laster ist, dass er gerne mal mit Rihanna auf den Putz hauen würde, dass er als Kind immer davon geträumt hat, fliegen zu können und dass er den ESC-Sieg von Lena Meyer-Landrut auf einem Mini-Bildschirm auf einem Campingplatz in Italien verfolgt hat. Ihr Siegertitel „Satelite“ zählt übrigens zu seinen Lieblings-ESC-Songs. 

Aus den verbliebenen Kandidaten wählt die Jury im nächsten Schritt fünf Talente aus, die sich am Donnerstag, 9. Februar beim deutschen Vorentscheid in einer TV-Show dem Votum der Zuschauer stellen. Der Sieger darf in die Ukraine – zu den Halbfinals und im Erfolgsfall zum Finale in Kiew. Zumindest beim Deutschland-Finale in Köln wäre Alessandro Capasso natürlich gerne dabei. „Aber selbst wenn es nicht klappt, war es eine tolle Erfahrung – und ich werde mit der Musik auf jeden Fall weitermachen.“

fla

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