Alexanders Traumberuf ist Opernsänger

- Geltinger im Tölzer Knabenchor

VON PHILIP STALLMEISTER Gelting - Neapel, Teneriffa, Lecce, Gran Canaria. Der elfjährige Geltinger Alexander Kalbitz durfte diese und noch viele andere Orte bereisen - nicht in seinem Urlaub, sondern als Mitglied des Tölzer Knabenchors. In diesem berühmten Ensemble hat der Bub mittlerweile die höchste Stufe, den Chor eins, erreicht. Der Sopran gehört damit zu den 50 besten Sängern des 1956 vom Dirigenten und Gesangspädagogen Professor Gerhard Schmidt-Gaden gegründeten Knabenchors.<P><P>Als Sechsjähriger begann Alexander in dem Ensemble. Weil die Proben "mittlerweile in München" stattfinden, geht der Geltinger in Solln zur Schule. Zweimal pro Woche stehen für ihn jeweils zwei Stunden Gesangsunterricht an. Zudem wird in einer Solostunde geübt. Außerdem müssen die jungen Sänger ein Instrument beherrschen. "Es darf aber nicht sowas wie Schlagzeug sein. Am besten ist Klavier", erklärt Alexander. Das ist auch das Instrument seiner Wahl.<P>Pianist möchte der junge Geltinger aber nicht werden. Er sieht seine Zukunft als Opernsänger: "Das ist mein Traumberuf. Meine Vorbilder sind Maria Callas und Fernando del Valle", sagt der Elfjährige. Am liebsten singt er Stücke von Mozart und Bach. Aber auch die Komponisten Benjamin Britten und Felix Mendelssohn-Bartholdy gehören zu seinen Favoriten. Nur eines mag Alexander nicht: moderne Pop- und Rockmusik. "Da wird mit Mikrofon gesungen. Das ist keine echte Kunst."<P>Auf Reisen ist immer ein Lehrer dabei <P>Proben, Fahrten und Auftritte bestimmen den Terminkalender des Geltingers. "Manchmal ist es schon anstrengend, aber es macht auch viel Spaß", sagt Alexander. Damit die Stimme rein und hell klingt, achtet die Chorleitung stets auf die Gesundheit der jungen Sänger. "Vor den Reisen kriege ich immer Briefe, in denen auch steht, dass ich einen Schal und eine Mütze mitnehmen soll", beschreibt der Geltinger die Vorsichtsmaßnahmen. Außerdem gibt ihm seine Mutter immer Hustenbonbons mit auf die Reise. Auch darauf, dass die schulischen Leistungen der Sängerknaben stimmen, wird geachtet. Alexander: "Bei den Reisen fliegt ein Lehrer mit, der von meiner Schule den Stoff für die Fehltage bekommt."<P>

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