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Solche Bilder von Alkoholexzessen wollen die Initiatoren des HaLt-Präventionsprojekts verhindern.

Für entspannte Partys

Alkoholexzesse vorbeugen: Tipps für Partyveranstalter

Geretsried – Was tun, damit Partys nicht wegen Alkoholmissbrauchs eskalieren? Diese Frage beantwortet das HaLT-Projekt.

Was tun, damit Partys nicht wegen Alkoholmissbrauchs eskalieren? Um diese Frage zu beantworten, hatten Maximiliane Limmer vom Tölzer Jugendamt und Kerstin Barth vom Kreisjugendring (KJR) vor Kurzem im Geretsrieder Rathaus eine Schulung für Jugendleiter veranstaltet. Rund 25 Vertreter von Burschen-, Sport- und anderen Vereinen, die Jugendarbeit betreiben, waren der Einladung gefolgt.

Landratsamt, KJR und Caritas haben 2008 zusammen das Projekt HaLT („Hart am LimiT – Alkoholprävention bei Jugendlichen“) ins Leben gerufen. Ziel ist es, das „Komasaufen“ bei Kindern und Jugendlichen zu verhindern. In den vergangenen Jahren mussten zunehmend junge Menschen zwischen zehn und 20 Jahren stationär mit der Diagnose „akute Alkoholintoxikation“ behandelt werden.

Dieser unerfreuliche Trend hat Maximiliane Limmer zufolge zum Glück wieder abgenommen. Generell hätten Jugendliche in den vergangenen zwei bis drei Jahren weniger Alkohol konsumiert. Beunruhigend findet die Jugendamtsmitarbeiterin jedoch, dass die einst strikte Null-Promille-Grenze bei jugendlichen Autofahrern aufweiche.

Jeder Teilnehmer der Informationsveranstaltung erhielt eine dicke Mappe mit Wegweisern durch den Vorschriftendschungel bei der Planung und Durchführung von Festen. Sie enthält die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes und die Regularien für das Anmelden und Durchführen von Festen. Außer den zuständigen Gemeinden ist auch die Polizei zu informieren. Der Veranstaltungsort muss deutlich sichtbar abgegrenzt werden. Das Jugendschutzgesetz muss im Eingangsbereich aushängen.

„Das ist für Ordner und Einlasspersonal sehr hilfreich, weil sie notfalls auf das Plakat verweisen können und nicht lange diskutieren müssen“, empfiehlt Limmer. Sie rät außerdem dazu, verschiedenfarbige Armbändchen zu verteilen: Eines für Personen unter 16 Jahren, die keinen Alkohol trinken dürfen, eines für über 16-Jährige, die zum Beispiel Bier, Radler, Wein, Sekt oder Hugo trinken dürfen, und eines für über 18-Jährige, die auch Schnaps und Alkopops mit Anteil von hochprozentigem Alkohol konsumieren sowie Zigaretten und E-Shishas rauchen dürfen. „Eine Flasche Alkopop enthält ungefähr zwei Schnäpse“, warnt Limmer. Sie weist auch darauf hin, dass das Einsammeln von Personalausweisen beim Einlass nicht mehr erlaubt ist.

Bereits angetrunkene oder betrunkene Gäste müsse kein Veranstalter auf sein Fest lassen, macht KJR-Geschäftsführerin Kerstin Barth deutlich. Das so genannte „Vorglühen“ sei leider immer noch sehr beliebt. Die Erfahrung zeige auch, dass Jugendliche erfinderisch beim Schmuggeln von Alkohol seien. „Kontrollieren Sie lieber einmal zu viel“, sagt Barth. Empfohlen werde ein Ordner pro 100 Personen.

Schön fänden es die beiden Jugendarbeiterinnen, wenn Festveranstalter Shuttle-Busse für den Heimweg organisieren oder mit einem Taxi-Unternehmen zusammenarbeiten würden. Sollte es trotz aller Vorkehrungen zu Alkoholvergiftungen kommen, finden die Jugendleiter in der HaLT-Mappe auch Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die Broschüre ist beim Landratsamt auch online erhältlich.

tal

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