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Besiegelt haben (im Uhrzeigersinn) Landrat Josef Niedermaier, Innenminister Joachim Herrmann, CSU-Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber, Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller und sein Wolfratshauser Amtskollege Klaus Heilinglechner gestern im Bürklein-Zimmer des Landtages ihren Pakt für die S 7-Verlängerung.

S-Bahn-Verlängerung

Alle für einen Tunnel

Bad Tölz-Wolfratshausen - Der Landkreis sowie die Städte Wolfratshausen und Geretsried ziehen an einem Strang: 17 Millionen Euro für einen zusätzlichen S-Bahn-Tunnel teilt sich das Trio. Diese Entscheidung ist am Donnerstag Bayerns Innenminister Joachim Herrmann noch einmal förmlich mitgeteilt worden.

Der Landkreis sowie die Städte Wolfratshausen und Geretsried ziehen an einem Strang: 17 Millionen Euro für einen zusätzlichen S-Bahn-Tunnel teilt sich das Trio. Diese Entscheidung ist am Donnerstag Bayerns Innenminister Joachim Herrmann noch einmal förmlich mitgeteilt worden.

von carl-christian eick

Bad Tölz-Wolfratshausen/München – Nein, mit der S-Bahn reisten die Herren Bürgermeister gestern nicht in die Landeshauptstadt. Der Geretsrieder Michael Müller stieg am Vormittag in seinen schwarzen Dienstwagen (Audi A 3), sein Wolfratshauser Amtskollege Klaus Heilinglechner machte sich zur selben Zeit mit seinem elektrisch betriebenen BMW i3 auf den Weg ins knapp 40 Kilometer entfernte Maximilianeum. Auch Landrat Josef Niedermaier rollte mit seiner silberfarbenen Audi-Limousinen vors Landtagsgebäude an der Max-Planck-Straße.

Im Bürklein-Zimmer des hohen Hauses hielt ein Fotograf der Landtags-Pressestelle gegen 14 Uhr einen weiteren historischen Moment auf dem Weg zur S 7-Verlängerung in die größte Stadt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen fest: Die Bürgermeister und den Landrat mit Innenminister Joachim Herrmann sowie dem CSU-Stimmkreisabgeordneten Martin Bachhuber nebst Aktenmappen und Laugenbreze an einem Tisch.

Die Kostenbeteiligung von Kreis und Kommunen ist das Ergebnis des zweiten Runden Tisches im März dieses Jahres im bayerischen Innenministerium. Nach dem Gipfeltreffen stand fest: Die von Wolfratshausen präferierte Tieferlegung der Gleise im Bereich der Sauerlacher Straße kostet – Preisstand 2009 – rund 44 Millionen Euro zusätzlich. Bund, Freistaat und Bahn erklärten sich mit Hinweis auf das Eisenbahn-Kreuzungsgesetzes bereit, rund 60 Prozent (etwa 27 Millionen Euro) dieser Summe zu übernehmen. Die Finanzierungslücke von 17 Millionen Euro müssten der Kreis sowie die zwei Städte schließen, forderte Minister Herrmann seinerzeit.

Fortan wurde hinter verschlossenen Türen fleißig gefeilscht. Schließlich stieß der Vorschlag von Landrat Niedermaier auf breite Zustimmung: 70 Prozent (knapp zwölf Millionen Euro) übernimmt der Landkreis, jeweils 15 Prozent (jeweils rund 2,55 Millionen Euro) schultern die beiden Städte. Sowohl der Kreistag als auch die zwei Stadtratsgremien haben im Sommer dieses Jahres bereits entsprechende Beschlüsse gefasst. In Geretsried fiel die Abstimmung einhellig aus, in Wolfratshausen sagten nur die Stadträte Markus Höft, Josef Praller sowie Kathrin Gschwendtner (alle Bürgervereinigung) Nein. Ihnen erschien das finanzielle Risiko ohne Kostendeckelung zu groß. Der Kreistag votierte mit 53:2 Stimmen für die 70-prozentige Kostenbeteiligung an einem zusätzlichen, zweigleisigen S-Bahn-Trog/-Tunnel in der Flößerstadt.

cce

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