Neue Leute zu motivieren und sich wie Markus Kriest (Vorsitzender der Roll-Active-Initiative) zu engagieren, ist unter Skatern kein Problem. Foto: Sabine Hermsdorf

Alles für den Skatepark

Wolfratshausen - Unsere Zeitung stellt in einer Serie Menschen aus Wolfratshausen vor, die anderen helfen und darin Erfüllung finden. Heute: Markus Kriest, Vorsitzender der Roll-Active-Initiative.

Angefangen hat es mit der Schließung des alten Skateplatzes auf dem Wolfratshauser Volksfestplatz, sagt Markus Kriest über die Geburtsstunde der Roll-Active-Initiative (RAI). Der Treffpunkt der Skater musste damals den Discountern Rewe und Aldi weichen, die auf dem Gelände an der Ecke Königsdorfer und Pfaffenrieder Straße entstanden. Auf ihren Platz wollten die Skater jedoch nicht verzichten. „Alle haben sich zusammengeschlossen, und dann sind wir zum Bürgermeister gegangen und haben gefragt, ob die Chance besteht, einen neuen Skatepark zu bauen“, schildert Kriest das Vorgehen. Durch die gemeinsame Arbeit - das Sammeln der Gelder und den Bau der neuen Anlage in Waldram - habe sich dann die Initiative gegründet. „Ich war von Anfang an dabei“, sagt der 23-Jährige stolz. Neue Leute zu motivieren, sich wie er zu engagieren, sei unter Skatern kein Problem. „Du bist in dieser Gemeinschaft drin, und irgendwann fragt dann jemand: Willst du nicht mitmachen?“

Gründungsmitglied Kriest ist Erster Vorsitzender der Roll-Active-Initiative. Die Aufgaben, die er heute mit seinen Vereinskollegen anpackt, haben sich um einiges erweitert. „Es ist ein Haufen Arbeit“, sagt er und zählt auf: „Arbeiten, dann kurz hier vorbeischauen, die Zusammenarbeit mit der Streetworkerin.“ Sehr viele Dinge, die aber viel Spaß machen.

Zudem organisieren die Skater jedes Jahr einen Wettbewerb, verkaufen Waffeln auf dem Christkindlmarkt und machen Werbung für die Initiative. „Außerdem machen wir Ausflüge zu anderen Skateparks. Es macht Spaß, auch mal die anderen Anlagen zu sehen.“ Das Geld, dass die Skater bei den Events verdienen, fließt in die Instandhaltung des Parks. altung des Parks.

Momentan sammelt die RAI für ein richtiges Großprojekt. „Wir wollen die komplette Skate-Anlage erneuern“, sagt Kriest. Ungefähr 30 000 Euro werde man dafür wohl benötigen. „Wir hoffen, dass wir auch ein bisschen was von der Stadt dazu bekommen.“ Die Vereinsmitglieder wollen baldmöglichst mit dem Neubau beginnen. „Am besten noch in diesem Jahr“, sagt Kriest voller Tatendrang. Ob sie es wirklich schaffen? „Es sieht gut aus“, verrät der 23-Jährige und lächelt. (san)

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