Ketten auf Städte konzentriert

Alles super - oder was?

Bad Tölz-Wolfratshausen - Lebensmittelketten betreiben knapp 50 Filialen im Landkreis. Edeka ist dabei am häufigsten vertreten.

Den Anfang machte Aldi. Der Discounter zog vor vielen Jahren aus der Wolfratshauser Altstadt an die Königsdorfer Straße, vor einigen Jahren dann gemeinsam mit Rewe auf den alten Volksfestplatz an der Sauerlacher Straße. Der Hintergrund: „Man wollte Discounter und Vollsortiment in einem haben“, erklärt der Wolfratshauser Bauamtsleiter Dieter Lejko. Zuletzt kam in die Nahversorger-Landschaft in der Loisachstadt Bewegung, als Lidl seine Zelte auf dem ehemaligen Eurospar-Gelände in Farchet aufschlug. Der Isar-Loisachbote/Geretsrieder Merkur hat vor diesem Hintergrund einen Überblick über die Einkaufsmöglichkeiten im Landkreis erstellt. Berücksichtigt wurden die großen in der Region vertretenen Lebensmittel-Ketten.

Die Supermarkt-Riesen konzentrieren sich stark auf die drei Städte Wolfratshausen, Geretsried und Bad Tölz, die mit jeweils neun Märkten gleichauf an der Spitze liegen. Wobei das Kaufland in Geretsried und Bad Tölz im Rennen an erster Stelle steht. Mit rund 3200 Quadratmetern in Geretsried und 3000 in der Kreisstadt betreibt die Warenhandel GmbH die größten Märkte im Landkreis. Zum Vergleich: Die drei Lidl-Filialen bieten je knapp 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Auch beim Parkplatzangebot (270 in Geretsried, 260 in Bad Tölz) kann dem Kaufland kein Konkurrent das Wasser reichen. „Die Parkplatzkapazität ist mit ein Grund, dass Supermärkte von A nach B ziehen“, weiß Lejko und verweist aufs Wolfratshauser Umzugskarussell, das sich vor einigen Jahren kräftig drehte. Aldi feierte auf dem alten Volksfestplatz Neueröffnung, Lidl tat’s dem Wettbewerber in Farchet nach: „Und das Ganze hauptsächlich wegen der Stellplätze“, klärt der Bauamtschef auf.

Am häufigsten ist Edeka im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen vertreten. Die Filialen werden mittlerweile zum Teil größer konzipiert, wie die am Breslauer Weg in Geretsried. Auf 1400 Quadratmeter bietet Edeka zirka 30 000 Artikel an - bis hin zu Feinkostprodukten. Überschaubarer hingegen sind die Edeka-Märkte in vielen kleineren Ortschaften wie Eurasburg, Ascholding und Dietramszell. Dort findet der Verbraucher vor allem Obst und so genannte Kühlwarenprodukte.

Schlechter steht es um die Nahversorgung in Königsdorf und im Geretsrieder Stadtteil Gelting. Dort gibt es nicht einmal Mini-Ableger großer Supermarkt-Ketten. Die Lücken werden teilweise mit Dorfläden gefüllt. Die indes - Beispiel Königsdorf - halten ein durchaus attraktives Angebot vor.

(tas)

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