Unterwegs auf den Highways zwischen Isar und Loisach: die Swingbillies um Bandleader Stanley Gärtner. Foto: sh

Alte Liebe rostet nicht

Wolfratshausen - Haartollen trafen auf Pomade und Cowboyhüte krönten Holzfällerhemden, als am Montagabend die Swingbillies ihr Konzertdebüt im lauschigen Biergarten des Abendblattes gaben.

Die Musiker um Stanley Gärtner kennen sich schon lange und haben in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten immer mal wieder miteinander musiziert. Aber wie es eben so im Leben ist, standen irgendwann Beruf und Familie vor der Musik. Bei einem zufälligen Treffen und einer spontanen, funkensprühenden Jam-Session flammte die Liebe nach rund 15 Jahren erneut auf: Die Swingbillies waren gegründet.

Der Bandname ist Programm, denn dem Zeitgeist der üblichen Coverbands zum Trotz schwimmt das Trio gegen den Strom: Die Musiker haben sich der Rockabilly-Musik, Hillbilly und Westernswing verschrieben. Musikrichtungen, die Mitte der 1950er Jahre zunächst in den Südstaaten der USA populär wurden. Wahrscheinlich wegen ihrer entspannten Bandgründung aus reiner Lust und Laune heraus, haben die Swingbillies weder ihre Spielfreude noch den Spielwitz eingebüßt. Denn bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt am Montag schüttelten Stanley Gärtner an der Gitarre, Oli am Akkordeon und Alex am Kontrabass die ganze Palette amerikanischer Roots Music ganz genüsslich aus dem (Holzfällerhemds-)Ärmel.

„Yiehaa“-Wieherer und Applaus zeigten: Den Swingbillies gehören die Highways zwischen Isar und Loisach - in Zukunft hoffentlich noch öfters.

(cjk)

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