Laudatoren und Ausgezeichnete: Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (vorne re.), Sparkassendirektor Walter Obinger (2. v. re.), Vorstandsmitglied Reinhard Bredtmann (li.) sowie die Jury-Mitglieder Landrat Josef Niedermaier (hinten Mi.) und Josef Birzele (hi., 5. v. re.) freuten sich mit den Preisträgern des Bürgerpreises. Foto: arp

Anerkennung für Alltagshelden

Bad Tölz-Wolfratshausen - „Projekt Zukunft: Engagiert für junge Leute“ war heuer das Motto des Bürgerpreises der Sparkasse Bad Töz-Wolfratshausen. Jetzt stehen die Sieger fest:

Sie nehmen selbst die Schaufel in die Hand, um anderen zu helfen. Sie reden nicht, sie handeln. Alles im Dienst der Jugend. Die Rede ist von den zehn Gewinnern des Bürgerpreises, die am Freitag im Tölzer Sparkassen-Center ausgezeichnet wurden.

-Kategorie „U21“: Zimmererklasse 10 der Staatlichen Berufsschule Bad Tölz (500 Euro): Als es ihrem ehemaligen Mitschüler Chris Huber (Urfeld) besonders schlecht ging, zögerten sie nicht lange und halfen. Die Jugendlichen bauten einen Weg durch den Garten des Rollstuhlfahrers (wir berichteten). Mit Unterstützung der Firma Willibald konnte ein Teilstück sogar asphaltiert werden. Besonders schön: Zum Danke sagen kam auch Chris Huber selbst vorbei. „Das Projekt hat Vorbildcharakter“, lobte Laudator Walter Obinger.

- Kategorie „U21“: „Roll-Active-Initiative“ Wolfratshausen (500 Euro): „Ihr habt das Feuer, das wahre Freaks ausmacht“, so Martin Bachhuber in seiner Laudatio. Die Jugendinitiative wartete nicht ab, bis Gemeinde oder Verwaltung irgendeine Lösung fanden. Nein, als 2004 deutlich wurde, dass die Skater in Wolfratshausen ihren angestammten Platz verlieren, planten und schufen die Jugendlichen ein neues Areal in Waldram. Heuer steht die Renovierung auf dem Plan. Die wird natürlich auch durchgezogen.

- Kategorie „U21“: Jugendbeirat des „Lernfestes“ 2012 (500 Euro): Ein Jahr ist der Jugendbeirat alt - und nun preisgekrönt. Selbst wurde ein Internetauftritt auf die Beine gestellt. Darüber hinaus organisierten die Mitglieder auch gleich noch einen Bandcontest, der gut ankam. Zehn Gruppen machten mit. Und dann gab es ja auch noch den Aktionsstand auf dem Lernfest in Benediktbeuern aufzubauen - das große Engagement überzeugte die Jury.

- Kategorie „Alltagshelden“: Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen Königsdorf (750 Euro): „Ihr seid nicht nur für die Halbstarken da, sondern für alle“, brachte es Landtagsmitglied Martin Bachhuber auf den Punkt. 2003 gegründet, orientiert sich der Verein am Bedarf im Ort und hat mittlerweile 107 Mitglieder. Mittags- und Hausaufgabenbetreuung sowie Freizeitaktivitäten für Kinder und Jugendliche sind im Programm.

- Kategorie „Alltagshelden“: Melanie „Molly“ Krügers (Bad Tölz) und Cordula Sindlhauser (Benediktbeuern, je 500 Euro): „Beide, obwohl vom Typ her sehr unterschiedlich, haben die Jury überzeugt“, so Landrat Niedermaier. Sindlhauser, da sie seit 1979 in der Beurer Jugendarbeit tätig ist und sich besonders um den Don-Bosco-Club verdient macht. Krügers ist die „gute Seele“ im Stadtteil Lettenholz. Wer sie nicht aus der Jugendförderung kennt, dem ist die Tölzerin aber sicherlich als „Hirschkuss“-Model bekannt.

(von Steffi Brendebach)

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