Anflug aufs Traumhaus

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Königsdorf &#8211; Der weiße Wohnturm ist frisch renoviert und bietet einen sensationellen Blick über die Landschaft. Die Immobilie mit Eingängen in luftiger Höhe ist jedoch nichts für zweibeinige Wohnungssuchende: Nur gefiederte Mieter dürfen hier einziehen. Denn: Der Pächter des Vogel-Traumhauses ist der Landesbund für Vogelschutz (LBV). Der Verein bietet seit kurzem in einem ehemaligen Trafohäuschen in Mooseurach rund 15 Vogelarten &#8222;ein Zuhause aus zweiter Hand&#8220; &#8211; das &#8222;LBV-Vogelhaus Mooseurach&#8220;. <P>&#8222;Auch in der Vogelwelt ist der Wohnraum knapp&#8220;, sagt Zweiter Vorsitzender Werner Schmidt. Es fehle an alten Bäumen mit Spechthöhlen. &#8222;Es gab die Alternativen das frühere Trafohäuschen vergammeln zu lassen, es abzureißen oder eben doch sinnvoll zu nutzen&#8220;, erklärt er den Hintergrund der Aktion. In anderen Bundesländern gebe es bereits solche Musterprojekte. Im Landkreis sei es das erste seiner Art. &#8222;Im Laufe eines Jahres wurde das Häuschen vom Dach bis zum Fundament hergerichtet&#8220;, erläuterte LBV-Vorsitzender Dr. Klaus Schröder. So manche schwindelerregende Aktion sei Teil der Sanierung des Wohnturms gewesen. Den Sicherungskasten habe man kurzerhand zum Schaukasten umgestaltet. &#8222;Über 300 ehrenamtliche Arbeitsstunden wurden von den Mitgliedern der Kreisgruppe geleistet.&#8220; Besonders erfreulich: Von den örtlichen Handwerkern erhielt die LBV-Gruppe Material. Auch von der Gemeinde sowie vom Grundeigentümer wurde sie unterstützt. <P>Ein großer Pluspunkt des neuen Vogelhauses sind die natürlichen Gegebenheiten der Gegend. &#8222;Der Anflug ist aus allen Himmelsrichtungen möglich&#8220;, erläutert Schröder. &#8222;Gleich nebenan gibt es eine Streuobstwiese mit vielen Insekten.&#8220; <P>15 bis 20 Vogelarten wie Dohle, Waldkauz, Turmfalke, Bachstelze und Star bietet das ehemalige Trafohäuschen Wohnraum, 17 Nistkästen für Kleinvögel wurden angebracht. &#8222;Schon nach einigen Tage war ein Teil der Kästen besetzt&#8220;, freut sich Schmidt. Schröder: &#8222;Wir hoffen, dass dieses Projekt Schule macht.&#8220; K yvi <P>

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