Ein Anwalt für Kinder und Jugendliche

- Geretsried – Die Kinder- und Jugendarbeit vernetzen, Anlaufstelle für Stadt, Vereine und Träger der freien Jugendarbeit sein, sowie den Draht zum Trägerverein Jugendarbeit halten – das werden die Aufgaben des Stadtjugendpflegers sein, den Geretsried demnächst einstellt. Gestern stellten CSU-Ortschef Gerhard Meinl und Jugendreferent Michael Müller das Amt vor, dessen Inhaber Anwalt für Kinder und Jugendliche sein soll.

Von Hans Moritz <P>Die politische Zielsetzung formulierte Müller mit den Worten: &#8222;Wir wollen so die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen verbessern.&#8220; Wer den Posten bekommt, ist nach Angaben Meinls noch nicht entschieden. <P>25 Bürger waren zum CSU-Stammtisch in den Gasthof Geiger gekommen. Unter ihnen gab es an dem neuen Amt keinen Zweifel (siehe Kasten) . Müller betonte, die Neubesetzung werde keinesfalls eine Konkurrenz zum Trägerverein (siehe Bericht rechts) sowie den Institutionen Ein-Stein, Saftladen und Streetwork darstellen. &#8222;Das Ziel ist vielmehr, dass eine professionelle und hauptamtliche Fachkraft diese Angebote, aber auch die Jugendarbeit in den Vereinen koordiniert und unterstützt&#8220;, so Müller. Er sieht den Bedarf absolut gegeben. Die besondere Bevölkerungsstruktur in Geretsried spreche für einen Stadtjugendpfleger. Ein Viertel der Bevölkerung sei unter 24 Jahre alt. Der Ausländeranteil sei überproportional hoch. Bei der Inanspruchnahme sozialer Einrichtungen, bei den sozialen Hilfeleistungen und bei der Jugendgerichtshilfe liege die Stadt über dem Landkreis- und dem Landesdurchschnitt. Geretsried müsse jetzt gegensteuern, damit das Spannungsfeld nicht zu groß wird. &#8222;Das bisherige soziale System fängt das nicht mehr auf. Es muss eine Anpassung erfolgen&#8220;, verdeutlichte der CSU-Stadtrat. Die Dimensionen seien so groß, &#8222;dass man das nicht mehr ehrenamtlich nach Feierabend erledigen kann&#8220;. <P>

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