Alle Aufmerksamkeit gilt (2. v. li.) Anwalt Wolfgang Baumann: (v . li.) Amtsleiter Franz Gehring, Bürgermeister Helmut Forster, Bauamts-Chef Dieter Lejko, Kämmerer Roland Zürnstein sowie die SPD-Räte Renato Wittstadt und Christine Noisser lauschen dem Experten aus Würzburg. Foto: hans lippert

Anwalt überzeugt Stadtrat

Wolfratshausen - Viel Lob und ein einstimmiger Beschluss. Anwalt Wolfgang Baumann hat mit seinen 75 Einwänden gegen die S 7-Verlängerung offenbar den gesamten Stadtrat überzeugt.

„Wir sind in guten Händen.“ Mit diesen Worten brachte Manfred Fleischer auf den Punkt, was die meisten Stadträte dachten. Der CSU-Fraktionssprecher hob am Dienstag im Stadtrat hervor, dass die Bahn für die S 7-Verlängerung nach Geretsried eine Planung vorgelegt habe, „die nicht akzeptabel ist und Steuergeld verschwendet. Das haben offenbar alle verstanden, nur die SPD-Stadträte nicht.“

Die Sozialdemokraten um Renato Wittstadt und Fritz Schnaller hatten betont, dass der Kampf gegen die Schranke nicht die Verlängerung insgesamt gefährden dürfe. CSU, Bürgervereinigung Wolfratshausen sowie Rathauschef Helmut Forster dagegen unterstrichen, dass man zwar grundsätzlich die S-Bahn nach Geretsried wolle, aber eben nur so, dass es für die Stadt verträglich ist - also ohne Schranke an der Sauerlacher Straße. Dass letztlich auch die SPD die von Anwalt Baumann ausgearbeiteten Einwendungen absegnete, ist Forster zufolge „ein klares Zeichen dafür, dass er mit seiner Arbeit letztlich doch alle überzeugt hat“.

SPD-Sprecher Wittstadt hatte zuvor angeregt, sich auf „Knackpunkte“ wie die Schranke oder eigene Grundstücke zu konzentrieren, „um zu verhindern, dass diese wirklich wichtigen Sachen verwässert werden“. Beim Würzburger Experten kam das nicht gut an. „Sollte die Stadt klagen müssen, kann sie das nur zu den Punkten tun, zu denen sie auch Einwände erhoben hat.“ Sprich: Je mehr Einwände formuliert werden, desto mehr Klagemöglichkeiten gibt es. Vor allem Naturschutzbelange etwa am Bahnhof Geretsried Süd sieht Baumann als Möglichkeit an, die aktuelle Planung zu kippen. (fla)

Mehr dazu lesen Sie in der Donnerstagsausgabe des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur.

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