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Mit zehn großen Ballons wollen die Anwohner die Ausmaße des am Karl-Lederer-Platz geplanten Neubaus deutlich machen.

Anwohner rufen zur Kundgebung auf

Karl-Lederer-Platz: Demo gegen „Monsterbau“

Unter dem Motto „Geretsrieder wacht auf!“ planen die Anwohner des Karl-Lederer-Platzes eine Demonstration gegen die Zentrumsneugestaltung. Geplant haben sie dafür etwas Spezielles.

Geretsried – Am kommenden Samstag, 4. März, von 10 bis 12 Uhr, will die Interessengemeinschaft (IG) Karl-Lederer-Platz die Ausmaße des von der Krämmel Familien GbR geplanten, rund 27 Meter hohen Neubaus anhand eines Luftballongerüsts aufzeigen. Die Demo wurde vom Landratsamt genehmigt.

Ballons sollen das Ausmaß des geplanten Baus zeigen

IG-Sprecherin Eva Eberhardt kündigt an: „Zehn große, mit Helium gefüllte Ballons sollen mit Schnüren an Ziegelsteinen befestigt werden und Höhe sowie Länge des in den Platz ragenden Baus verdeutlichen.“ In ihrem Flugblatt, das zur Teilnahme an der Demo aufruft, fordern die Veranstalter in roten Lettern: „Kein Monsterbau und überdimensionierte Tiefgarage am Karl-Lederer-Platz“. Sie fragen: „Wo bleibt der gesunde Menschenverstand?“ Und: „Keine Verschandelung des Stadtbildes. Wir wollen unsere gute Stube erhalten.“

Zwölf Anwohnerfamilien haben sich zusammengeschlossen

Die Interessengemeinschaft Karl-Lederer-Platz ist ein Zusammenschluss von zwölf Anwohnerfamilien, die sich gemeinsam einen Rechtsanwalt genommen haben, um gegen die Zentrumsneugestaltung in der vorgesehenen Form vorzugehen. Ihre Einwendungen hat die IG bereits im Rahmen der zweimaligen öffentlichen Auslegung der Pläne schriftlich bei der Stadt eingereicht.

Top-Thema: Grundwasser

„Uns geht es vor allem ums Grundwasser“, erklärt IG-Sprecherin berhardt. Sie befürchtet, dass durch den Tiefgaragenbau die Keller der umliegenden Häuser nach starken Niederschlägen überschwemmt werden könnten. Doch auch die Verschattung des Platzes und der bestehenden Wohnhäuser sowie die Optik des Neubaus stören die Nachbarn. Sie haben sich laut Eberhardt sogar schriftlich an Innenminister Joachim Herrmann gewandt. „Wir fordern Aufklärung darüber, ob es rechtens ist, dass die Stadt einen öffentlichen Platz an einen Investor verkauft hat“, sagt die Anwohnersprecherin. Wie berichtet hat die Stadt zur Verwirklichung des Projekts knapp 500 Quadratmeter Grund an die Krämmel Familien GbR veräußert.

Von Tanja Lühr

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