Die Architektur einer Legebatterie

Geretsried - Widerstand regte sich am Dienstag im Stadtrat gegen die geplante Reihenhaussiedlung neben der Christuskirche an der Jeschkenstraße.

Eine riegelartige Bebauung zur Jeschkenstraße und dahinter jeweils drei Häuserzeilen zu beiden Seiten einer neuen Erschließungsstraße: So sieht das Konzept aus, das die Interhomes AG aus Bremen nach dem Kauf des Privatgrundstücks umsetzen will. Insgesamt sind 50 Wohneinheiten geplant.

„Mit so einer Legebatterien-Architektur tun wir uns keinen Gefallen“, sagte dazu Hans Ketelhut. „Das ist familien- und kinderfeindlich.“ Neben der dichten Bebauung störte sich der CSU-Stadtrat vor allem daran, dass in der Siedlung kein Spielplatz vorgesehen ist. Laut Sternkopf schreibt dies die Bauordnung nicht vor, „weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass die Kleinkinder im Garten spielen“.

Letztlich beschloss der Stadtrat, im weiteren Verfahren einen Spielplatz, einen besseren Schallschutz sowie Sattel- statt Pultdächer vorzusehen. Der Beschluss zur Änderung des Bebauungsplans fiel einstimmig. (sas)

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