160 Helfer im Einsatz

Großbrand in den Isarauen: Schlimmer Schaden verhindert

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Großeinsatz für die Feuerwehren im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: 160 Freiwillige kämpften am Mittwoch gegen einen Waldbrand in der Pupplinger Au bei Geretsried. Nach drei Stunden hatten sie das Feuer unter Kontrolle. Über die Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse.

Bad Tölz/Wolfratshausen– Dass es zu keinem schlimmeren Schaden kam, hat der Landkreis wohl einem aufmerksamen Kranführer in Geretsried zu verdanken. Er entdeckte gegen 12.20 Uhr von seiner erhöhten Position aus Rauch im Bereich der Isarauen. Als Erste kamen die Feuerwehren aus Neufahrn und Wolfratshausen zum Einsatzort nahe des Dietramszeller Ortsteils Burgstall und des Geretsrieder Ortsteils Gartenberg. Sie erkundeten das Gebiet, und erkannten sofort: Hier brennt weit mehr als nur ein Lagerfeuer. Sofort wurden die Feuerwehren der umliegenden Städte und Gemeinden alarmiert. Die Polizei sperrte umgehend die Staatsstraße 2073 zwischen Ascholding und Wolfratshausen.

Die Arbeit der Feuerwehrleute erwies sich als äußerst schwierig. Zum einen hatten sie Schwierigkeiten, sich durch das dichte Gestrüpp zu kämpfen, zum anderen mussten kilometerlange Wasserschläuche verlegen. Und dann fachte immer wieder der Wind das Feuer neu an. Immer wenn ein Baum oder Strauch gelöscht war, loderte ein paar Meter weiter das nächste Feuer auf. Neben den vielen freiwilligen Kräften waren auch jeweils zwei Hubschrauber der Landespolizei und der Bundespolizei im Einsatz. Diese nahmen in der Nähe Wasser auf. Angehörige der Wasserwacht schützten die Entnahmestellen. Mit einer Wärmebildkamera überflog die Polizei zudem immer wieder das Gelände auf der Suche nach Glutnestern. Die Polizisten mussten höllisch aufpassen. Piloten in Privatflugzeugen flogen immer wieder über die Brandstelle. Die Helfer befürchteten deshalb Störungen im Flugbetrieb. Um 15.31 Uhr meldete die Einsatzleitung schließlich „Feuer aus“. Es gab nur noch eine leichte Rauchentwicklung.

Insgesamt waren 125 Feuerwehrleute im Einsatz. Hinzu kamen acht Helfer des Rettungsdienstes, 16 Polizisten sowie sieben Helfer der Wasserwacht.

Stefan Kießkalt, Sprecher der Einsatzleitung, wollte nicht davon sprechen, dass der Landkreis glimpflich davongekommen ist. Aber: „Der Brand hätte ein weit größeres Ausmaß annehmen können. Glücklicherweise ist es ziemlich schnell gelungen, die Flammen einzudämmen.“ In den nächsten Tagen wird die Polizei versuchten, die Brandursache zu ermitteln.

Bilder: Waldbrand in den Isarauen

Kießkalt mahnt angesichts des extrem trockenen Bodens zu höchster Vorsicht. Im Landkreis gilt derzeit die dritthöchste Warnstufe. Auch gar keinen Fall solle man Zigarettenkippen wegwerfen oder gar ein Lagerfeuer entzünden.

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