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Der Fahrer des Motorrads starb nach dem schrecklichen Unfall bei Ascholding. Sein 10-jähriger Sozius liegt schwer verletzt in der Kinderklinik. 

Schrecklicher Unfall

Mit Kind auf Motorrad: Münchner wird übersehen und stirbt

Dietramszell - Ein schrecklicher Unfall hat sich bei Ascholding ereignet: Ein Autofahrer (76) hat ein Motorrad mit Kind hinten drauf übersehen. Der Biker (28) starb. 

Der Unfall hat sich am Donnerstag gegen 18.15 Uhr im Gemeindebereich von Dietramszell (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) ereignet. Wie die Polizei berichtet, fuhr der 76-Jährige aus dem Landkreis München mit seinem schwarzen BMW von Tattenkofen in Richtung Ascholding (Ortsteil von Dietramszell). Mit im Auto waren eine Beifahrerin und zwei Kinder. 

Wie zwei Zeugen später gegenüber der Polizei erzählen, soll der Autofahrer bereits mehrmals überholt haben. Als er kurz vor Ascholding zum Überholen eines Lastwagens ansetzte, passierte das schreckliche Unglück: Der 76-Jährige übersah das Motorrad, mit dem der 28-jährige Münchner und der 10-jährige Sohn seiner Lebensgefährtin unterwegs waren. 

Der Motorradfahrer konnte den Zusammenstoß nicht mehr vermeiden, durch den Aufprall wurden Fahrer und Sozius in ein angrenzendes Feld geschleudert. Der 28-Jährige und der 10-Jährige wurden sehr schwer verletzt und beide jeweils mit dem Rettungshubschrauber vom Unfallort weg geflogen - ins Unfallkrankenhaus Murnau und in die Kinderklinik Harlaching.

Tödlicher Unfall in Ascholding: Bilder

Münchner (28) stirbt wenige Stunden nach dem Unfall in der Unfallklinik in Murnau

Aus Murnau kam dann gegen 20.45 Uhr die traurige Nachricht: Der 28-jährige Münchner ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Zum Zustand des 10-jährigen Buben macht die Polizei keine Angaben. Der 76-jährige BMW-Fahrer wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht, seine Begleitung und die Kinder blieben nach ersten Angaben unverletzt.

Die Straße war nach dem Unfall bis etwa 22 Uhr gesperrt. Die Staatsanwaltschaft hat ein unfallanalytisches Gutachten angefordert, um den genauen Hergang des tragischen Unfalls rekonstruieren zu können. „Es ist eine Stelle, an der man eigentlich nicht überholt“, sagt Florian Sobotta, Kommandant der Feuerwehr Ascholding. „Da ist eine S-Kurve, die Stelle ist unübersichtlich.“ Immer wieder muss die Polizei dort ausrücken, weil es zu gefährlichen Situationen kommt. „Dort wird viel überholt“, sagt ein Sprecher.

Neben dem Rettungsdienst waren die Feuerwehren Ascholding und Geretsried mit etwa 30 Mann im Einsatz. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt, der Sachschaden wird auf etwa 40.000 Euro geschätzt. 

Zeugen gesucht

Hier werden Verkehrsteilnehmer gebeten, sich mit der Polizei Geretsried in Verbindung zu setzen, sollten sie gleiche Wahrnehmungen wie zwei Zeugen gemacht haben, die den Wagen bereits früher beim Überholen beobachtet haben wollen. Der 76-Jährige war mit einem Pkw BMW 5 GT in schwarz unterwegs.

kg/dg

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