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Zum Christkindlmarkt soll die Wolfratshauser Sicherheitswacht einsatzbereit sein.  

Sicherheitswacht in Wolfratshausen

Auftakt zum Christkindlmarkt

Wolfratshausen - Nur vier statt der erhofften zehn Freiwilligen werden demnächst als Sicherheitswacht auf den Wolfrathauser Straßen unterwegs sein. Ihr erster Einsatz wird vermutlich der Christkindlmarkt sein. 

Wolfratshausen – Vier Freiwillige haben das Auswahlverfahren für die Sicherheitswacht in Wolfratshausen erfolgreich durchlaufen. Fünf Kandidaten erfüllten nicht die Kriterien, die von einem Mitglied der Sicherheitswacht gefordert werden. Dennoch hält die Wolfratshauser Polizei an ihren Plänen fest und will möglichst bald das verbliebene Quartett auf Streife schicken.

Nein, er sei nicht enttäuscht über die geringe Resonanz auf den ersten Aufruf, beteuert Andreas Czerweny. Im Gegenteil: „Ich stehe zu hundert Prozent dazu. Die vier Personen sind genau richtig – das sind engagierte, aber ganz normale Menschen“, bekräftigt der Leiter der Polizeiinspektion Wolfratshausen.

Für die drei Herren und eine Dame im Alter zwischen 45 und 65 Jahre, die sich bei einem ersten Treffen bereits „beschnuppert“ und erste Einblicke in die Polizeiarbeit erhalten haben, wird es nun ernst. Dieses Wochenende beginnen die Ehrenamtlichen mit der gezielten Ausbildung. „Wenn es gut läuft, könnten sie zum Christkindlmarkt Anfang Dezember soweit sein“, sagt Polizeiobermeister Thomas Willibald, der gemeinsam mit Polizeikommissar Nikolaus Hohenreiter die Schulungen leitet.

Fünf Stunden pro Monat sollen die Ehrenamtlichen, die für ihren Einsatz mit acht Euro pro Stunde entschädigt werden, auf Streife gehen. „Es können auch mehr werden, aber sicher keine 40“, sagt Polizeiobermeister Willibald. Grundsätzlich würden die Einsätze flexibel gehandhabt und die Zeiten individuell abgestimmt. Gleiches gelte für die „Einsatzgebiete“, die ebenfalls keineswegs starr festgelegt seien, sondern sich nach den Bedürfnissen vor Ort ergeben.

Von der Öffentlichkeit werde immer wieder der Bereich um den S-Bahnhof genannt, wenn es darum gehe, wo denn die Helfer der Polizei demnächst Dienst tun sollen. „Wir hören auch, dass Bürger zum Beispiel eine Fußstreife der Polizei am Ober- und Untermarkt vermissen“, sagt Inspektionsleiter Czerweny. „Das bestärkt mich in meiner Haltung zum Thema Sicherheitswacht und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Die Freiwilligen sollen mit wachen Augen schauen, was los ist

Ebenso herrscht bei vielen Wolfratshausern Unsicherheit, was die Ehrenamtlichen eigentlich leisten sollen, wie weit ihre Kompetenzen reichen. „Sie werden sicher nicht die Aufgaben der Polizei übernehmen, nicht Selbstjustiz üben“, betont Willibald, der sich ebenso wie seine Kollegen viel von dem Projekt verspricht. „Mit wachen Augen schauen, was los ist. Mit den Leuten auf der Straße Gespräche führen, auch über banale Kleinigkeiten, die die Leute beschäftigen, aber für die die Polizei nicht die Zeit hat“, seien laut dem Polizeiobermeister wesentliche Aufgabenbereiche der Helfer. „Die Grundidee ist, eine Art Verbindungsstück im Kontakt zwischen Stadt, Bürger und Polizei zu schaffen.“

Das Quartett soll den Anfang machen. Damit müsse es nicht sein Bewenden haben. Weitere Freiwillige seien willkommen, sie müssten sich allerdings gedulden. „Interessensbekundungen sind natürlich gewünscht, aber Quereinsteigen ist nicht möglich“, sagt Polizeiobermeister Willibald. Potenzielle neue Kandidaten müssen deshalb mit einem Platz auf der Warteliste vorlieb nehmen, bis die ersten vier ihre Ausbildung beendet und ihre Patrouillengänge begonnen haben. Rudi Stallein

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