700 Ausleihen pro Stunde sind spitze

Geretsried - Der Jahresbericht von Büchereileiterin Elke Stadler erntete großes Lob in der vergangenen Kulturausschutzsitzung. 700 Ausleihen werden in guten Zeiten pro Stunde getätigt.

Ein dickes Lob holte sich Elke Stadler in der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses ab. Die Büchereileiterin legte ihre Jahresbilanz für 2013 vor und berichtete, dass sie und ihr Team in Spitzenzeiten bis zu 700 Ausleihen in der Stunde abwickeln. Trotzdem bleiben die Mitarbeiter immer freundlich, sind hilfsbereit und leisten „eine tolle Arbeit“. Dafür sagte Bürgermeisterin Cornelia Irmer im Namen des Stadtrats herzlichen Dank.

Wie bereits berichtet verzeichnete die Stadtbücherei im vergangenen Jahr 155 211 Ausleihen. Allein im August gingen fast 14 000 Medien über den Tresen, weshalb die Einrichtung in den Sommerferien auch nicht mehr geschlossen ist. Die Benutzerzahlen könnten laut Stadler besser sein. 1738 aktive Leser waren es im vergangenen Jahr, 299 konnten neu dazu gewonnen werden. Dabei müsse man aber berücksichtigen, dass sich über die Familienkarte oft mehrere Nutzer mit Medien eindecken.

Als aktive Leser versteht Stadler Personen, die mindestens einmal im Jahr in der Bücherei etwas ausleihen. Dazu kommen die jährlichen Besucher. Insgesamt 41 300 waren es 2013 im regulären Betrieb und bei den 52 Veranstaltungen. Das macht bei 242 Öffnungstagen einen Schnitt von 171 Besuchern am Tag.

Mehr als 40 000 Medien stehen in den Regalen. Zudem besteht die Möglichkeit, über den Regionalverbund „Biblioplus“ E-Books auszuleihen. Am 15. Juli 2013 startete die Onleihe. Seitdem verzeichnete die Bücherei zirka 200 Nutzer und 2000 Ausleihen – Tendenz steigend. „Aber das soll nur ein Zubrot sein“, so Stadler. „Wir wollen weiter, dass das Buch in Papierform benutzt wird.“

Enttäuscht zeigte sich die 61-Jährige, dass der mobile Bücherdienst nicht so angenommen wird, wie man sich das vorgestellt hatte. Das Angebot richtet sich an Menschen, die aufgrund ihres Alters, einer Krankheit oder einer Behinderung nicht selbst in die Bücherei kommen können. Ihnen werden einmal im Monat die gewünschten Titel kostenlos ins Haus gebracht. Sie müssen nur eingetragene Leser sein und die übliche Jahresgebühr von 15 Euro bezahlen. Trotzdem nutzen diesen Service bislang nur zwei Personen. Gerade um diese nicht zu enttäuschen, wird man den mobilen Bücherdienst vorerst aufrechterhalten. (sas)

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