Ausraster unter Alkohol

- Gefängnisstrafe für Auszubildenden

Alkoholisiert wurde der Geretsrieder immer wieder straffällig und stand deshalb bereits zum zehnten Mal vor Gericht. Denn trotz absolvierter Suchttherapie hatte er nur wenige Monate nach seiner Entlassung aus der Jugendstrafanstalt schon wieder neue Rausch-Taten begangen. Wegen zwei dieser Delikte musste sich der Auszubildende nun erstmals vor dem Erwachsenen-Strafrichter verantworten.<P>Eine ohnehin schon feuchtfröhliche Weihnachtsfeier seines Sportvereins krönte der Geretsrieder im Dezember des Vorjahres mit weiteren Bieren in einer Wolfratshauser Disko, obwohl er aus früheren Verurteilungen wusste, dass solche Zechgelage für ihn meisten vor Gericht enden. Auch im nun angeklagten Fall kam es so: Bereits im Lokal gab es ersten Ärger mit dem aggressiven Betrunkenen. Als dieser daraufhin die Disko verließ, ging der Zoff erst richtig los. Der Fahrer eines Taxis, der vor dem Lokal wartete, wollte den offensichtlichen "Streithansel" nicht befördern. Als er dem Angeklagten das mitteilte, bekam er von diesem einen so heftigen Faustschlag, dass sein Kopf gegen das Wagendach schlug. Der Taxichauffeur erlitt dabei Verletzungen an der Wirbelsäule, die ihm bis heute Beschwerden bereiten und womöglich nie mehr ganz abheilen.<P>Nach diesem Hieb hüpfte der Geretsrieder auf die Motorhaube des nächsten Taxis und trat erst bei diesem und dann bei einem weiteren Wagen die Windschutzscheibe ein, ehe ihn der Sicherheitsdienst des Lokals festhalten und der Polizei übergeben konnte. All dies hatte große Ähnlichkeit mit früheren Straftaten, deretwegen der Angeklagte schon inhaftiert war. Für die Staatsanwältin und für Richter Helmut Berger gab es deshalb keinerlei Alternative zu einer erneuten Freiheitsstrafe für den mehrmaligen Bewährungs-Versager. Der Richter schickte ihn für knapp eineinhalb Jahre wieder hinter Gitter. xb <P> <P>

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