Bachhuber mahnt zur Besonnenheit

Geretsried - „Auf den Pelz rücken“ möchte der Geretsrieder Freie-Wähler-Stadtrat Robert Lug Bayerns Kultusminister wegen der fehlenden zweiten Sekretärinnenstelle an der Mittelschule.

Der CSU-Stimmkreisabgeordnete Martin Bachhuber dagegen mahnte gestern am Stammtisch der Geretsrieder CSU zur Besonnenheit. Er habe von den Problemen aus der Zeitung erfahren, von der Schule habe sich niemand an ihn gewandt. Dennoch habe er Kultusstaatssekretär Bernd Sibler gebeten, das Anliegen von Schulleitung, Lehrern und Eltern „sorgfältig zu prüfen“. Aber: Die Personal-Richtlinien würden für alle Schulen im Freistaat gelten.

Der Mittelschule war im Zuge der Zusammenlegung von Adalbert-Stifter- und Karl-Lederer-Hauptschule eine Sekretärinnenstelle gestrichen worden. CSU-Stadtrat Franz Wirtensohn überlegte deshalb am Stammtisch laut, wieder zu zwei getrennten Schulhäusern mit zwei Rektoren und zwei Sekretärinnen zurückzukehren. Im Nachhinein bezeichnete er den vom Stadtrat abgesegneten Zusammenschluss als Schnellschuss. „Wir hätten damit warten sollen, bis wir ein Gesamt-Schulgebäude haben.“

CSU-Fraktionschef Volker Reeh warf Lug vor, zu „zündeln“. Er wolle nur „die CSU und ihre Bildungspolitik schlecht machen“. Reeh schlägt vor, dass die Stadt das Sekretärinnengehalt aus eigener Tasche bezahlt. „Das wäre natürlich sehr leicht“, entgegnete Vize-Bürgermeister Gerhard Meinl. Er warnte davor, mit so etwas anzufangen. Die Kommune sei für Gebäude und Einrichtung zuständig, der Freistaat fürs Personal.

(tal)

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