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Nun kann die Sanierung und der Umbau des historischen Gebäudes am Waldramer Kolpingplatz zu einer Begegnungsstätte beginnen. Die Ehrenamtlichen haben bei Ramadama-Aktionen bereits wichtige Vorarbeit geleistet.

Die Finanzierung steht

Der Bund bezuschusst Waldramer Badehaus-Projekt

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Wolfratshausen - Vorzeitige Bescherung für den Waldramer Badehaus-Verein: Der Bund bezuschusst dessen Projekt am Kolpingplatz mit 86 000 Euro. Damit ist die Finanzierung gesichert. 

Die frohe Botschaft überbrachte Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan (CSU) persönlich: Der Bund bezuschusst den Umbau des Badehauses Waldram-Föhrenwald mit 86 000 Euro. Das hat der Haushaltsausschuss kürzlich beschlossen, nachdem sich Radwan für das Projekt stark gemacht hatte. Am Wochenende übermittelte der CSU-Politiker die Nachricht den Vorständen des Vereins Bürger fürs Badehaus.

Für die Ehrenamtlichen ist die Nachricht ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk, denn die Mittel vom Bund schließen die letzte Finanzierungslücke. Jetzt kann der Umbau des ehemaligen jüdischen Ritualbads zu einer Begegnungs- und Erinnerungsstätte vollends losgehen. „Der Zuschuss ist ein ganz wichtiges Signal“, betonte Vereinsvorsitzende Dr. Sybille Krafft gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir freuen uns sehr.“ Die Förderung zeige, dass auch der Bundestag und die Bundesregierung in Berlin erkannt hätten, dass in Waldram „etwas Sinnvolles und Großes entsteht“. Die Geschichte Föhrenwalds sei nicht nur aus regionaler Sicht wichtig gewesen, sondern habe „eben auch deutschlandweit eine Bedeutung“, sagte Krafft.

Sie Sanierung kostet rund 1,6 Millionen Euro

Wie berichtet sollte das Badehaus eigentlich abgerissen werden. 2012 schlossen sich dann historisch interessierte Bürger zusammen und überzeugten die Erzdiözese München-Freising, die Immobilie stattdessen dem Verein zu überschreiben. Nun wird das historische Gebäude für rund 1,6 Millionen Euro von Grund auf saniert und anschließend zu einer Dokumentations- und Begegnungsstätte umgebaut.

Hauptgeldgeber für die Sanierung sind laut Krafft die Städtebauförderung und die Stadt Wolfratshausen. Der Stadtrat hatte beschlossen, das Vorhaben mit 500 000 Euro zu unterstützen, sobald unter anderem die Gesamtfinanzierung steht. Die Finanzmittel für die Innenausstattung und Einrichtung kommen großteils aus dem europäischen Leader-Fördertopf, der Landesstelle für nichtstaatliche Mussen sowie einzelnen Zuschussgebern, so Krafft. Zudem stecke der Verein enorme Eigenleistung in das Projekt. Heuer haben Ehrenamtliche beispielsweise in vier Ramadama-Aktiontagen insgesamt 320 Arbeitsstunden investiert, im vergangenen Jahr räumten sie mehr als 200 Stunden auf.

Jetzt geht alles ganz schnell: Schon Anfang des neuen Jahres soll es mit der Sanierung des historischen Gebäudes losgehen. „Wir haben schon Ausschreibungen gemacht und erste Aufträge vergeben“, berichtete Krafft. Die Baumaßnahmen werden vermutlich insgesamt rund zwei Jahre dauern. Ende 2017 könnte der bayernweit einmalige Erinnerungsort im Zentrum Waldrams eröffnen.

CSU-Abgeordneter Radwan lobte in einer Pressemitteilung das Engagement der Bürger fürs Badehaus. Der Verein mit über 300 Mitgliedern habe sich „in herausragender Weise dafür eingesetzt, das Andenken dieser Gedenkstätte zu bewahren“. Diese stünde für „Erinnerung und Auseinandersetzung mit der Geschichte, für Begegnung sowie für den interreligiösen Dialog“.

dor

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