"Bauchschmerzen" bei Bürgerstiftung

Geretsried - Die Geretsrieder CSU-Mitglieder sind keine großen Freunde von Bürgerstiftungen. Das wurde am Stammtisch deutlich.

Sowohl die Stadt als auch der Förderverein Geretsrieder Heimatmuseum überlegen, eine Stiftung zu gründen. Vize-Bürgermeister Gerhard Meinl wies am Stammtisch seiner Partei darauf hin, dass die Tölzer Bürgestiftung gerade dabei sei, sich aufzulösen, weil es an Stiftern fehle. „Und das, obwohl in Tölz wesentlich mehr reiche Menschen leben als bei uns“, sagte Meinl. Sabine Gus-Mayer, Stadträtin und Schatzmeisterin des Museumsvereins, bekannte, „erhebliche Bauchschmerzen“ zu haben bei dem Gedanken, dass der Verein einen Teil seiner 150 000 Euro Vermögen in einer Stiftung einfrieren wolle. „Dieses Geld steht nie mehr zur Erfüllung der satzungsmäßigen Vereinszwecke zur Verfügung“, warnte sie. Nach Ansicht des Zweiten Bürgermeisters Gerhard Meinl würde eine Mini-Stiftung mit einem Kapital von höchstens einer Million Euro nicht genug Zinsen abwerfen, um damit etwas erreichen zu können. „Als Verein kann ich genauso viel bewirken“, glaubt Meinl. (tal)

Auch interessant

Kommentare