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Massive Polizeikräfte beendeten die Auseinandersetzung.

Bayern-Fans: Massenschlägerei bei Club-Testspiel

  • Carl-Christian Eick
    vonCarl-Christian Eick
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Geretsried - Am Rande des Freundschaftsspiels zwischen Racing Santander und dem 1. FC Nürnberg am Samstag in Geretsried ist es zu Ausschreitungen zwischen Bayern- und Club-Fans gekommen.

Anhänger des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München sowie des 1. FC Nürnberg haben am Samstag in Geretsried ganz unsportlich ihre Kräfte gemessen. Am Rande des Testspiels zwischen den Klubberern und dem spanischen Erstligisten Racing Santander im Isarau-Stadion kam es laut Polizei „zu einer kurzen Massenschlägerei“, bei der ein Fahrrad, ein Stuhl und ein Abfallkorb ins jeweils gegnerische Lager flogen.

Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit gegen 16 Uhr fanden sich nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd rund 30 bis 40 Bayern-Fans vor dem Isarau-Stadion ein. 50 bis 70 Anhänger des Nürnberger Clubs verließen daraufhin geschlossen das Stadion und lieferten sich nach kurzen verbalen Anfeindungen eine Schlägerei mit den Münchnern. Massive Polizeikräfte - sogar ein Hubschrauber kreiste über der Szenerie - beendeten den Spuk sehr rasch, den örtlichen Beamten kam ein Zug Bereitschaftspolizei aus München mit rund 25 Mann zur Hilfe.

Bilder vom Polizeieinsatz in Geretsried

Bayern-Fans: Ausschreitungen bei Club-Testspiel

Nach Augenzeugenberichten trennten sich die beiden verfeindeten Fan-Gruppen bereits nach wenigen Minuten und flüchteten. Mit Hilfe einer Hubschrauberbesatzung verfolgte die Polizei die Randalierer, zu Festnahmen kam es nicht. Nach dem Spiel zwischen Nürnberg und Santander sperrten die Beamten die Jahnstraße, um Kickern und rund 500 Zuschauern eine sichere Abfahrt gewährleisten zu können.

„Wir haben das, was sich vor dem Stadion abgespielt hat, gar nicht mitbekommen“, berichtet ein Wolfratshauser (39). „Erst durch die starke Polizeipräsenz haben wir gemerkt, dass da irgendwas los ist.“ Angst, betont er, „haben wir hier im Stadion nicht gehabt“. Nach bisherigen Ermittlungen sind bei der Prügelei nur wenige Beteiligte verletzt worden; die allerdings hätten eine medizinische Versorgung unisono abgelehnt, stellt Robert Rath, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim, fest. Der von den Hooligans angerichtete Sachschaden beträgt rund 200 Euro.

Aus Polizeikreisen war zu erfahren, dass es sich bei den teilweise vermummten Schlägern mutmaßlich um Mitglieder der berüchtigten Gruppierung „AFM“ („Alles für München“) sowie der „Ultras“ aus dem Frankenland handelte. Die sollen sich im Internet sozusagen zu der Auseinandersetzung verabredet haben. Möglich wäre aber auch ein zufälliges Aufeinandertreffen, das eskalierte: Denn am Samstag spielte nicht nur Nürnberg in Geretsried, sondern auch die U 17-Fußballer des deutschen Rekordmeisters. Die waren in einem offiziellen rot-weißen Mannschaftsbus angereist - für die Ultras aus der Frankenmetropole ein rotes Tuch. Die sportliche Bilanz des Nachmittages: Nürnberg bezwang die Iberer mit 1:0, die TuS-A-Jugend unterlag Bayerns U 17 mit 0:6 Toren.

Carl-Christian Eick

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