Kritischer Blick auf Rot-Grün: Edmund Stoiber vollzog am Reutberg eine Bestandsaufnahme des Landes. Foto: red

„Bayern kann sich Rot-Grün nicht leisten“

Bad Tölz-Wolfratshausen - Der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber machte in Reutberg Wahlkampf.

Gerhard Knill, Chef der Mittelstandsunion im Landkreis, hatte bereits zum sechsten Mal auf den Reutberg geladen. Mit Blick auf die anstehenden Bundestags-, Landtags- und Kommunalwahlen hatten sich in dem kleinen Stüberl zunächst verschiedene Kandidaten der CSU präsentiert.

Der Ministerpräsident a. D. skizzierte die aktuelle Lage in der Bundesrepublik, um dann jeweils das gegenzuschneiden, was Rot-Grün im Falle eines Wahlerfolgs damit anzurichten gedenken. „Deutschland, Bayern kann sich Rot-Grün nicht leisten“, so sein Fazit. Wiederholt kritisierte er die geplante Abschaffung des Ehegatten-Splittings - einer Steuervergünstigung für Ehepaare: „Das Allensbach-Institut hat festgestellt, dass es ein Großteil der Nichtwähler satt hat, dass die Politik vor allem Minderheitenprobleme diskutiert - daraus kann jeder seinen eigenen Schlüsse ziehen.“

Dass Deutschland in der EU momentan oft kritisiert werde, daran sei nicht die Bundeskanzlerin schuld. Das seien die Franzosen und Italiener selber, die früher einmal wettbewerbsfähig waren, es aber nicht mehr sind. Das deutsche duale Bildungssystem werde allmählich zum Exportschlager. „Und wir müssen den jungen Leuten aus diesen Ländern die Möglichkeit geben, hierher zu kommen, sich hier zu bilden und dann wieder zurückzukehren.“ (jhd)

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