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Zum Schauplatz einer Anwohner-Demonstration wird am Samstag der Karl-Lederer-Platz, Zeitgleich bietet die Stadt im Rathaus einen Faktencheck an. 

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Karl-Lederer-Platz: Protestaktion und Faktencheck

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In einem Streit sollte man immer beide Seiten hören. In puncto Geretsrieder Zentrumsplanung besteht an diesem Samstag, 4. März, die Gelegenheit dazu. Sowohl die Interessengemeinschaft Karl-Lederer-Platz als auch Bürgermeister Michael Müller sind vor Ort.

Geretsried –  Während Anwohner von 10 bis 12 Uhr zu einer Demonstration auf den Karl-Lederer-Platz aufrufen, bietet die Stadt zur gleichen Zeit im Rathaus einen „Faktencheck“ an. Es geht um die Zentrumsneugestaltung und im Speziellen den geplanten siebengeschossigen Turmbau am Karl-Lederer-Platz.

„Keine Verschandelung des Stadtbildes“ fordert die Interessengemeinschaft

„Geretsrieder wacht auf!“ Mit Flugblättern wirbt die Interessengemeinschaft Karl-Lederer-Platz, ein Zusammenschluss von zwölf Anwohner-Familien, seit Tagen für ihre Info-Veranstaltung (wir berichteten). Als direkt Betroffene wehren sie sich gegen den von der Krämmel Familien GbR geplanten „Monsterbau“, wie sie ihn nennen. Um die Ausmaße des siebengeschossigen Turmbaus zu verdeutlichen, wollen sie zehn große, mit Helium gefüllte Ballons steigen lassen. „Keine Verschandelung des Stadtbildes“, lautet ihre Forderung. „Wir wollen unsere gute Stube erhalten.“

Bürgermeister gibt im Rathaus Infos aus erster Hand

Am Donnerstag flatterte unserer Zeitung eine zweite Einladung ins Haus – diesmal von der Stadt. Zeitgleich mit der Demo bietet Bürgermeister Michael Müller „einen großen Faktencheck rund um die Zentrumsstärkung der Stadt Geretsried“ an. Interessierte Bürger können sich im großen Sitzungssaal des Rathauses „aus erster Hand zu zentralen Fragen des Projektes informieren“, heißt es in der Mitteilung. „Außerdem werden die Bauvorhaben anhand des erweiterten Stadtmodells präsentiert.“ Anwesend sind neben dem Bürgermeister der Architekt Klaus Kehrbaum sowie seitens der Investoren Reinhold Krämmel von der Krämmel Familien GbR und Wolfgang Selig von der Baugenossenschaft Geretsried. Diese will an der Egerlandstraße ebenfalls neu bauen. Als Reaktion auf die Protestaktion der Anwohner will die Stadt ihre Veranstaltung nicht verstanden wissen. Der „Faktencheck“ sei schon länger geplant gewesen. Man habe den Termin nur vorgezogen.

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