Wie schaut ein Olchi aus? (v. li.) Erhard Dietl, Sonja Welter und Bastian Pusch malen es auf. Foto: sh

Zu Besuch in Schmuddelfing

Wolfratshausen - Mit seinem Bühnenprogramm begeisterte Autor und Illustrator Erhard Dietl 90 kleine und große Zuschauer im Foyer der Loisachhalle.

Sie leben in einer Höhle auf der Mülldeponie von Schmuddelfing. Alles, was Menschen wegwerfen, kommt ihnen gerade recht, und wenn sie einmal etwas Frisches verspeisen, bekommen sie am ganzen Körper bunte Flecken. Die Rede ist von den Olchis, kleinen, grünen Wesen mit großen Nasen, spitzen Zähnen und Muskeln so hart wie Eisen. Sie sind die Hauptakteure in den gleichnamigen Kinderbüchern von Erhard Dietl. Am Donnerstag gastierte der Münchner Autor und Illustrator mit seinem Programm „Willkommen in Schmuddelfing“ in der Flößerstadt und begeisterte im Foyer der Loisachhalle über 90 Zuschauer.

Dietl selbst spielte in seinem Stück Ewald, den Bürgermeister von Schmuddelfing, seine Schauspielkollegin Sonja Welter die rasende Reporterin Frau Pfifferling vom Schmuddelfinger Anzeiger und Bastian Pusch den selbst ernannten Experten für Gerüche, Professor Dr. Dr. Bruno Brausewein. Und der verwandelte die Bühne zu Beginn der 90 Minuten in eine Müllhalde. Hier und da ein paar Konservendosen - und der musikalische Lesespaß konnte beginnen.

An diesem Tag jedoch leider ohne die Olchis. Die waren nämlich zur Feier des „Gefurtstags“ ausgeflogen. Die Olchis, das sind: Mama-, Papa-, Oma- und Opa-Olchi - der ist übrigens schon 985 Jahre alt. Genauso wie die beiden Olchi-Kinder sowie das zwölfjährige Olchi-Baby, das für einen Säugling schon sehr, sehr alt ist. „Die Olchis werden eben uralt“, sagte Dietl und erntete Gelächter.

In der zweiten Hälfte der Aufführung bekamen die aufmerksamen Zuhörer einen Auszug aus einem der insgesamt 28 Olchi-Kinderbücher auf die Ohren. Wie die Geschichte von den „Olchis im Bann des Magiers“ ausgeht, und ob Oma-Olchi jemals wieder aus der Hypnose erwachen wird, das haben Dietl, Welter und Pusch den Buben und Mädchen zwar nicht verraten. Die fanden den Auftritt des Trios trotzdem klasse. „Am besten hat mir die Lesung gefallen, da hat man am meisten verstanden“, meinte Felix (8). Und auch Freddy (9) war beeindruckt: „Ich fand’s super, wie sie es rübergebracht haben.“

Alessandro Capasso

Den ganzen Artikel lesen Sie in der Printausgabe des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur.

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