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Verdiente Kameraden: (v. li.) Kommandant Wolfgang Leicht, Marcus Fichtner (30 Jahre aktive Dienstzeit), Markus Bromberger (29 Jahre), Hubert Kain jun. (30 Jahre), Alexander Günther (Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst), Oberfeuerwehrmann Martin Refle, Oberfeuerwehrmann Daniel Raschke, Anton Frech (Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst), Feuerwehrfrau Theresa Samm, Marco Kasseckert (zehn Jahre), Vereinsvorstand Peter Winterling, Robert Urban (30 Jahre aktive Dienstzeit). Nicht auf dem Bild: Michael Sappl (30 Jahre) , Sebastian Hafner (zehn Jahre) und Hauptfeuerwehrmann Constantin Koch.

Sieben Brände gelöscht

Feuerwehr Beuerberg: Sonderalarmplan für A95

Die Beuerberger Feuerwehr musste vergangenes Jahr 130 Mal ausrücken. „Ungewohnt“ gestaltete sich zuweilen die Arbeit an einem „gewohnten“ Einsatzschwerpunkt: der A95.

Beuerberg – Im Vergleich zum Vorjahr ging es zwar deutlich ruhiger zu, aber an Arbeit mangelte es der Freiwilligen Feuerwehr Beuerberg auch 2019 wahrlich nicht. 130 Einsätze zählte Wolfgang Leicht in seinem ersten Jahr als Kommandant, 30 weniger als 2018.

Weniger als erwartet beschäftigte die 71 aktiven Feuerwehrler über 18 Jahre der vergangene Winter mit seinen starken Schneefällen. Zwar mussten sie einige Male ausrücken, um umgestürzte Bäume von der Straße zu räumen oder von Schneelast zu befreien. „Aber die Einsatzzahlen hielten sich glücklicherweise in Grenzen“, so Leicht.

Deutlich entlastet worden sei die Feuerwehr, weil keine dringlichen Dachräumungen durchgeführt werden mussten. „Die Gemeinde hat rechtzeitig Messungen der Dachlast bei öffentlichen Gebäuden durchgeführt, so konnten notwendige Räumungen rechtzeitig vergeben werden“, erläuterte der Kommandant.

Kernaufgabe stand nur sieben Mal auf der Agenda

„Ungewohnt“ gestaltete sich zuweilen die Arbeit an einem „gewohnten“ Einsatzschwerpunkt, der Autobahn 95. Aufgrund der dortigen umfangreichen Bauarbeiten und damit einhergehender Fahrspurumleitungen habe ein „Sonderalarmplan“ gegolten, so Leicht. Der Plan sollte sicherstellen, dass ein Einsatzort auch bei Rückstau im Baustellenbereich erreicht werden konnte, notfalls von der Gegenfahrbahn aus. Dies habe zu einem deutlich höheren Koordinations- und Abstimmungsaufwand geführt. In der Regel seien bis zu sechs Feuerwehren aus zwei Landkreisen zeitgleich alarmiert worden. „Die Zahl unserer Einsätze auf der Autobahn hat sich in dieser Zeit trotz Geschwindigkeitsreduzierung leider nicht signifikant reduziert“, stellte Leicht mit Bedauern fest.

Die Kernaufgabe, nämlich das Löschen von Bränden, stand nur sieben Mal auf der Agenda. Zwei Mal stellte die Feuerwehr Sicherheitswachen, zehn Mal war sie zur Verkehrssicherung beziehungsweise Verkehrslenkung im Einsatz. Am meisten gefordert waren Technische Hilfeleistungen (42) und First-Responder-Einsätze (69).

Großübung in Lengenwies

Viel Engagement zeigten die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrler zur Freude ihres Kommandanten auch bei Aus- und Fortbildungen, die größtenteils in der Freizeit absolviert wurden. Zudem standen 14 verschiedene Übungen im Jahresplan, von denen eine Großübung des Bayerischen Roten Kreuzes in Lengenwies besonders in Erinnerung blieb. „Eine Übung in dieser Dimension und dem Zusammenwirken von Feuerwehr und Rettungsdienst war für uns sehr interessant und lehrreich“, berichtete Leicht. Er appellierte an seine Kameraden: „Nehmt den Übungsdienst weiter ernst. Er dient der Sicherheit jedes Einzelnen.“

Kreisbrandrat Alfred Schmeide und Dritter Landrat Klaus Koch lobten das „Engagement der Truppe“ und betonten die Wichtigkeit des Ehrenamts in der heutigen Zeit. Bürgermeister Moritz Sappl hob hervor, dass das Engagement der Mitglieder im Verein, über den Einsatzdienst hinaus, ein wichtiger Beitrag für den Ort sei. Der Rathauschef und somit Dienstherr für die drei Gemeindefeuerwehren in Beuerberg, Eurasburg und Herrnhausen freute sich, dass die Feuerwehr Beuerberg bei den beiden neuen Kommandanten Wolfgang Leicht und Othmar Winterling junior „in guten Händen ist“ und die Amtsübergabe (Sappl war zuvor Kommandant) bestens gelungen sei.

Rudi Stallein

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