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Die Fotoausstellung in der Raiffeisenbank zeigt Bilder von Martina Aufleger.

„Ich mag all die Feste und die uralten Traditionen“

„Beuerberg – einst und jetzt“ zeigt das Dorfleben

Eurasburg – Die Ausstellung „Beuerberg – einst und jetzt“ zeigt Einblicke ins Dorfleben von Martina Aufleger. Künftig könnten Einwohner porträtiert werden.

Wer in den kommenden Wochen bei der Raiffeisenbank in Beuerberg seine Geldgeschäfte erledigt, entdeckt nebenbei interessante Eindrücke aus dem Dorfleben. Stimmungsvolle Aufnahmen aus dem „Beuerberger Bilderbuch“ von Martina Aufleger laden im kleinen Foyer zu „einer Reise durchs Jahr“ ein. In ihrem ersten Bildband präsentiert die 1965 in München geborene und seit 22 Jahren in Beuerberg lebende Fotografin auf 200 Seiten bekannte und unbekannte Ansichten ihrer Wahlheimat. Sie lässt Brauchtumsfeste lebendig werden und lenkt den Blick auf Details, die leicht übersehen werden. Unser Mitarbeiter Rudi Stallein unterhielt sich mit ihr über die Ausstellung „Beuerberg – einst und Jetzt“.

-Frau Aufleger, wie kommt man auf die Idee, einen Bildband über Beuerberg zu machen?

Ich habe über die Jahre viele Vereine aus dem Dorf bei ihren Festen und Feierlichkeiten begleitet. Irgendwann kamen Leute auf mich zu, die gesagt haben: Du musst was aus deinen Bildern machen. Es kamen immer wieder neue Anstöße, bis ich mich irgendwann mal hingesetzt und überlegt habe, wie man das umsetzen könnte.

-Die Bilder sind also nicht innerhalb eines Jahres entstanden?

Nein, die habe ich in mehreren Jahren fotografiert, hauptsächlich zwischen 2012 und 2016. Erst bei der Beschäftigung mit dem Buch entstand der Gedanke zu einer Fotoreise durchs Jahr.

-Wie sind Sie zur Fotografie gekommen? Gelernt haben Sie Verlagskauffrau...

Ich habe mit zehn Jahren zur Kommunion eine ganz kleine Agfa mit Aufsteck-Blitzwürfeln bekommen. Damit ging’s los. Später habe ich mir von meinem ersten Lehrlingsgehalt die erste große Nikon gekauft.

-Wie oft sind sie heute mit der Kamera unterwegs?

Die habe ich fast täglich in der Hand. Und sei es nur, weil ich im Garten irgendwas entdecke. So ist zum Beispiel das Bild mit der Fliege entstanden: Bis die so auf dem Blatt sitzt, dass die Flügel so schön glänzen, das ist richtig Arbeit (lacht).

-Was reizt Sie daran, in Beuerberg zu fotografieren?

Am Ort fasziniert mich die Vielschichtigkeit. Und ich mag all die Feste, die in Beuerberg im Vergleich zu anderen Orten schon sehr vielseitig sind. Die uralten Traditionen, die Kultur, das Vereinsleben, das noch unwahrscheinlich stark ist – das alles in Bildern zu dokumentieren, reizt mich. Aber auch die Landschaften rundherum, die unterschiedlichen Stimmungen.

-Gibt es so etwas wie Ihren Lieblingsplatz?

Das ist gleich bei mir vor der Haustür, der Blick auf den Badeweiher. Ich hoffe, dass der möglichst lange nicht verbaut wird. Das ist mein Lieblingsplatz und durch die Jahre auch ein Lieblingsmotiv geworden. Oder der Ausblick von Maierwald in die Berge rein, da gibt es einen herrlichen Blick auf die Zugspitze.

-Bei den vielen Bilddateien, die auf der Festplatte schlummern sind die nächsten Beuerberg-Bände sicher schon in Arbeit?

Nein, das nicht. Aber es gibt einige Ideen, etwa mal die Menschen hervorzuheben. In Beuerberg leben ja auch einige sehr markante Persönlichkeiten. Ein anderes Projekt könnte sein, das Höfebuch von Martin Kain, der inzwischen leider verstorben ist, fortzuführen und darzustellen, was aus den Höfen geworden ist.

-Wie kam es zu der Ausstellung?

Die Idee ist spontan entstanden, beim Essen mit zwei Freundinnen. Die wussten, dass ich über dem Buch brüte. Und dann hat meine Freundin Sonia Furtner, die bei der Raiffeisenbank arbeitet, gesagt: Okay, das machen wir. Ich hatte vorher schon mal Kontakt zu Helmuth Lutz (Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank, Anm. die Red.). Der hat auch ein bisschen rumgesponnen und vom Vermessungsamt in Wolfratshausen die historischen Flurkarten von 1829, 1933 und 1955 besorgt – auf diese Weise wird in der Ausstellung das frühere Beuerberg mit den heutigen Ansichten verknüpft.

Die Ausstellung

Die Ausstellung „Beuerberg – einst und jetzt“ ist von Montag, 7. November, bis Donnerstag, 5. Januar, wochentags zu den Öffnungszeiten der Raiffeisenbank in Beuerberg Klosterstraße zu sehen. Der Bildband „Beuerberger Bilderbuch – Eine Reise durchs Jahr“ kostet 33 Euro und ist ebenfalls in der Bank erhältlich.

von Rudi Stallein

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