Blitzschutz fehlt: Bergwaldbühne abgebaut

- Wolfratshausen – Breite der Aufgänge, Höhe der Stufen, Fluchtwege, Absturzgefahr: Die Bergwaldbühne ist Anfang der Woche genau geprüft worden. Experten der Regierung untersuchten Sicherheitsmängel, nachdem sich ein Bürger bei der Kreisbehörde beklagt hatte. Größtes Problem ist der fehlende Blitzschutz. Das vorläufige Ergebnis des Treffens: Es wird weiter geprüft.

VON HELGA GANDlGRUBER <P>Vor einigen Tagen haben Mitarbeiter des Bauhofs das Stahlgerüst abgebaut. Wie Bürgermeister Reiner Berchtold erklärt, habe das Landratsamt die Stadt dazu aufgefordert. Damit ist die Bergwaldbühne wieder zu dem geworden, was sie die vergangenen Jahre nicht war: ein so genannter fliegender Bau. Im Gegensatz zu früheren Jahren habe man die Bühne zuletzt aus Gründen der Kosten und des Aufwands nicht mehr regelmäßig auf- und abgebaut, sagt der Rathauschef. <P>Die Definition des fliegenden Baus wird wohl über die Zukunft der Bergwaldbühne entscheiden. Denn ein solcher benötige, und hier zitiert Berchtold die Gerüstbaufirma, die die Bühne gefertigt hat, keinen Blitzschutz. Andere Mängel könnten behoben werden, doch eine Blitzschutzanlage käme wohl zu teuer für die wenigen Veranstaltungen. Was eine Blitzschutzanlage kostet, muss erst ermittelt werden. <P>In Berchtolds Augen wäre sie aber überhaupt nicht nötig: &#8222;Bei Unwetter spielen wir sowieso nicht.&#8220; Bisher habe man bei Veranstaltungen immer den Deutschen Wetterdienst befragt &#8211; einige Zeit vorab und am Tag selbst. Jetzt gebe es nur das Problem, dass der frühere Ausweichort, die Loisachhalle, nicht mehr zur Verfügung stehe. <P>Neue Auflagen könnten sehr teuer werden <P>Zudem habe man die Auflagen &#8211; wegen des schwierigen Geländes waren es immer erhöhte &#8211; jeweils genau mit den Behörden abgesprochen. Es sei schwer verständlich, dass nun aufgrund des Hinweises eines Bürgers alles in Frage gestellt werde, so Berchtold. <P>Geprüft wird nun, welche Mängel in welchem Umfang beseitigt werden müssen. Das Landratsamt, so Berchtold, bemühe sich jedoch um eine einvernehmliche Lösung. Zuerst müsse man aber die geforderten Auflagen abwarten. <P>Für die Stahltribüne im Bergwald existiert eine mehrere Jahrzehnte alte Genehmigung als fliegender Bau. Die Stadt könnte sich die Freiluftanlage, die maximal 600 Zuschauer fasst, auch als feste bauliche Anlage genehmigen lassen, sagt Berchtold. Doch die dafür notwendigen Auflagen zu erfüllen, dürfte noch teurer werden. &#8222;Ob sich das für die relativ wenigen Veranstaltungen rentiert, ist fraglich.&#8220; <P>Die Entscheidung wird nach Berchtolds Aussage noch auf sich warten lassen. Der Bürgermeister sieht aber Vorteile im Abbau der Gerüste: &#8222;Jetzt können wir die Sockelpodeste auch einmal genau überprüfen.&#8220; <P>

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