Über die Herkunft ihrer Blumen will die Tölzer Floristin Corinna Fuhrmann genau Bescheid wissen. foto: pröhl

Blumen ja, aber bitte fair

Bad Tölz-Wolfratshausen - Ein Blumenstrauß passt fast immer. Für das Landratsamt ist es aber wichtig, dass die Blumen aus fairem Handel oder regionaler Zucht stammen. Die örtlichen Händler stimmen großteils zu.

Um eine finanziell große Sache ging es nicht. Rund 300 Euro im Jahr gibt der Landkreis für Blumen aus: Zu runden Geburtstagen, Preisverleihungen und Dienstjubiläen verschenkt die Behörde dekorative Gebinde. Die Grünen-Fraktion im Kreistag beantragte nun, „dass nur noch Blumen gekauft werden, die aus regionalem Anbau stammen oder nachweislich unter Achtung der Menschenrechte und des Umweltschutzes produziert wurden“ (wir berichteten).

Auch den Blumengeschäften im Nordlandkreis ist regionale Ware wichtig. Angelika Manghofer von der Wolfratshauser Blumenwerkstatt sagt: „Wir kaufen Blumen aus der Region im Münchner Großmarkt ein.“ Einem Siegel für fair gehandelte Blumen traut sie hingegen nicht. „Ich glaube, dass das schnell draufgeklebt wird.“ Für sie sei wichtig, dass der Bevölkerung nicht von Firmen das Trinkwasser abgezwackt werde, um Blumen zu gießen.

Konrad Schermer vom Geretsrieder Blumenfenster setzt ebenfalls auf regionale Produkte: „Die sind frischer und halten länger, denn sie wurden langsamer gezüchtet.“ Deutsche Blumen seien sogar billiger als importierte Ware aus Holland oder Ecuador. Der Fachmann greift auch gerne im Großmarkt auf „Fair Trade“-Blumen zurück. (dor/ast)

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