Boodevaar kehrt Werbekreis den Rücken

- Austritt "mit sofortiger Wirkung"

Der neue Einkaufsführer, der mit einer Auflage von 37 000 Stück für rund 23 000 Euro gedruckt werden soll, hatte erst im März für Differenzen gesorgt. Wie berichtet hatten die Werbekreis-Beiräte Frederik Holthaus, Ines Boodevaar und Hans Reiser die Erstellungskosten kritisiert. Die Aktion, bekräftigte Ines Boodevaar am Montag, sei "nicht richtig, weil sie eine große Summe Geld kostet".<P>Den Austritt des Stammhauses Boodevaar und des gegenüberliegenden Jeansladens wollte Ines Boodevaar aber nicht allein auf die Erstellung der Broschüre reduzieren: Es gebe "diverse Gründe" - die sie nicht am Telefon erläutern wollte. Ines Boodevaar gehörte der amtierenden Vorstandschaft als Beirätin an. Ihr Vater, Guido Boodevaar, war vor knapp 28 Jahren Gründungsmitglied. In einem Interview zum 25-jährigen Bestehen hatte der Seniorchef den Werbekreis noch als "einzigartige Gelegenheit" gelobt, "beinahe alle örtlichen Kaufleute an einen Tisch zu holen" - dies sei der Grundgedanke zur Gründung des Gremiums gewesen.<P>Aktuell zählt der Werbekreis 85 Mitglieder. Deren Vorsitzender, Johann Oppenheimer, bestätigte, dass von Boodevaar "eine Austrittserklärung mit sofortiger Wirkung vorliegt". Er bedauere dies sehr, wolle den Austritt aber nicht kommentieren, sagte Oppenheimer. In Bezug auf den Einkaufsführer habe er persönlich "das Gefühl, für dieses Geld das Optimum zu bekommen". Mit diesem Prospekt, der bis vor die Tore Münchens verteilt werde, mache der Werbekreis "Werbung für alle Geschäftsleute und die Stadt".<P>Fast den Tag genau vor zwei Jahren hat Johann Oppenheimer die Aufgaben des Vorsitzenden übernommen. Inzwischen denkt er, "das Jüngere ans Ruder sollten" und ergänzt: "Auch meine Amtszeit ist nicht unbegrenzt." Bei der nächsten Vorstandswahl wolle er nicht mehr kandidieren.ee/cce<P>

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