Gespannt lauscht Heimatbuchautorin Cilli Groß-Glockner (li., Christl Buchhierl) den Abenteuererzählungen von Leo Reisinger (Alex Kiesel). Elisabeth Schaller (Marlies Wirtensohn) bewirtet die beiden Pensionsgäste. Foto: sabine hermsdorf

Brauchtumsgruppe feiert Premiere

Gelting - Wenn Laien zu Profis werden und die Zeit wie im Flug vergeht - dann spielt Brauchtumsgruppe Gelting wieder Theater. Am Samstag feierte sie mit dem Stück „Pension Schaller“ Premiere.

Welcher der neun Schauspieler wuchs über sich hinaus? Wer wurde zum Liebling des Publikums? Keiner - weil sie alle gleich hervorragend waren. Egal, ob in einer tragenden Rolle wie Christoph Huber, der den ehemaligen Landwirt Joseph Hallberger mimte oder wie Monika Schweiger als dessen Schwester Centa. Im ersten Akt steht sie herausgeputzt im Rampenlicht und kostet ihre Rolle aus. „Ich warte nur“, Pause, „Ich bin die Schwester“, Pause, „Weil, er ist mein Bruder“, sind ihre ersten Sätze. Dazu frohlockt sie mit einem eindrucksvollen Minenspiel. Schräge Vögel und eine humorvolle Geschichte sind längst zum Markenzeichen der Brauchtumsgruppe geworden. Und von wunderbaren Charakteren wimmelt es in der Pension Schaller.

Für viele der neunköpfigen Laienschauspiel-Truppe gab es Szenenapplaus. Den erspielte sich mehrfach auch Heinz Polta. Er ist nicht nur Spielleiter, sondern auch Oberst von Schlag. Und einen solchen Schlag scheint er tatsächlich zu haben. „Der Oberst hat ein Knalltrauma, er muss immer Recht haben, sprechen Sie ihn bloß nicht aufs Militär oder seine Ehe an“, riet Pensionswirtin Pauline Schaller, die von Monika Starke verkörpert wurde. (njd)

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