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Dreiecksförmig ist das Wasserschutzgebiet Königsdorf-Wiesen angeordnet (blau umrandet). Im Norden verläuft seine Grenze durch den Geretsrieder Ortsteil Stein. Die Brunnen zur Trinkwassergewinnung liegen westlich des Bibisees.

Woher kommt unser Trinkwasser?

Wasserschutzgebiet: Daten, Fakten und Wissenswertes

Geretsried - Daten, Fakten und Wissenswertes zum Wasserschutzgebiet Königsdorf-Wiesen, aus dem die Stadt Geretsried ihr Trinkwasser bezieht.

Vorbei sind die Zeiten, in denen die Menschen in Geretsried und Königsdorf bedenkenlos einen Schluck aus dem Wasserhahn trinken konnten. In beiden Kommunen muss das Trinkwasser gechlort und abgekocht werden. Diese Anordnung hat das Landratsamt erlassen, weil man dort der Meinung ist, das Schutzgebiet ist unwirksam. Unsere Zeitung hat mit Cornelia Breiter, Sachgebietsleiterin Wasser und Boden im Landratsamt, darüber gesprochen, wie lange das Wasserschutzgebiet existiert, wozu es gut ist und was man dort tunlichst unterlassen sollte.

Historie

Auf der Suche nach einem geeigneten Wasservorkommen bohrte die Gemeinde Königsdorf im Jahr 1970 auf eigener Flur einen 13,5 Meter tiefen Brunnen. Zwei Jahre später ließ die Stadt Geretsried in etwa 300 Meter Entfernung ebenfalls einen Brunnen zur Trinkwassergewinnung errichten. Ein zweiter kam neun Jahr später dazu. Erst 1983 beantragte Königsdorf die Errichtung eines Wasserschutzgebietes. Diesem Antrag wurde sechs Jahre später stattgegeben. Das ist die Geburtsstunde des Wasserschutzgebietes Königsdorf-Wiesen. Träger der Brunnen sind die Gemeinde Königsdorf beziehungsweise die Geretsrieder Stadtwerke.

Nutzen

Das Landratsamt setzt zum Schutz und zur Sicherung von öffentlichen Wasserversorgungen Wasserschutzgebiete fest. Ziel ist der bestmögliche Grundwasserschutz und somit einwandfreies Trinkwasser. Insgesamt existieren im Landkreis 42 Wasserschutzgebiete. Das Wasserschutzgebiet Königsdorf-Wiesen ist das größte.

Größe und Lage

Das Wasserschutzgebiet ist gut drei Quadratkilometer (338,5 Hektar) groß und in drei Bereiche unterteilt. In den so genannten Erfassungsbereich I (die umzäunte Zone rund um die Brunnen), die engere Schutzzone II und die weitere Schutzzone III. Das Wasserschutzgebiet sei im Norden weiter ausgedehnt, weil der Grundwasserzustrom von Nord nach Süd verläuft, erklärt Cornelia Breiter. Die nördliche Grenze verläuft durch den Geretsrieder Stadtteil Stein. Ein Problem sei das nicht, sagt Breiter. „Solange die Verordnungen eingehalten werden.“ So müsse unter anderem regelmäßig geprüft werden, ob alle Abwasserkanäle dicht sind. Außerdem sei bei Bauprojekten erhöhte Vorsicht geboten, ebenso bei der Lagerung wassergefährdender Stoffe. Im Süden grenzt das Wasserschutzgebiet an den Königsdorfer Flugplatz. Doch das war nicht immer so. Bis zur Erneuerung der Wasserschutzgebietsverordnung im Jahr 1999 lag ein Teil des Flugplatzes im Wasserschutzgebiet. Inzwischen heißt es unter Punkt fünf: „Es ist verboten, Flugplätze einschließlich Sicherheitsflächen, Notabwurfplätze, militärische Anlagen und Übungsplätze zu errichten oder zu erweitern.“ Ebenfalls im Süden liegen der Bibisee und ein Campingplatz. Der Rest ist Breiter zufolge Grünland oder wird landwirtschaftlich genutzt.

Alessandro Capasso

Was im Wasserschutzgebiet verboten ist, lesen Sie in der Printausgabe des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur am Mittwoch.

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