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Junge Musiker, erfahrener Dirigent: Mit dem Auftritt der Bläserklasse 5c startete das Frühlingskonzert. 

Bühne ist so voll wie der Zuschauerraum

So war das Frühjahrskonzert am Geretsrieder Gymnasium

Mit „Te Deum: Prelude“ begrüßte das Jugendsymphonie-Orchester des Gymnasiums Geretsried, dirigiert von Iris Prégardien, das Publikum in der überfüllten Aula zum jährlichen Frühlingskonzert.

Geretsried – „Heute wird es auf der Bühne fast so voll wie im Publikum“ kündigte Musiklehrer und Organisator Benedikt Jilek an, bevor er den ersten Schwung der jungen Musiker auf die Bühne rief: Die Bläserklasse 5c spielte unter der Leitung von Alfred Menzinger. Ihnen folgte die Bläserklasse 6c, die mit dem Volkslied „Rehragout“ ihr Pflichtstück vorstellte, mit dem sie ihren bayerischen Meistertitel verteidigen will.

John Lennons „Imagine“ wird aus dem Publikum begleitet

Als nächstes kündigte Kammerchorleiter Bernhard Zink „Imagine“ von John Lennon an. Die Melodie der von Zink selbst arrangierten Version kam jedoch nicht vom Kammerchor der Q11 auf der Bühne – der begleitete nur – sondern aus dem Publikum. Der Chorleiter lüftete das Rätsel: „Es gibt einen Stammtisch für die ehemaligen Mitglieder des Kammerchors, und immer hieß es ,Mach ma halt amal was‘. Da habe ich alle Ehemaligen angeschrieben und zu diesem Konzert eingeladen.“ Über ein Drittel seien gekommen, um wieder gemeinsam aufzutreten. 

„Sound of Silence“ und „Bohemian Rhapsody“ vom Großen Chor

Das gemeinsame Auftreten vermisste auch die 7c, Bläserklassen-Projekt in der fünften und sechsten Klasse, und brachte mit Bläserchef Menzinger Schwung auf die Bühne, gefolgt von einem Euphonium-Solo von Marc Valko. Nun betrat der Große Chor die Bühne und gab „Sound of Silence“ zum Besten. Mit „Bohemian Rhapsody“ schickte er die Zuhörer in die Pause – inklusive E-Gitarrensolo von Maxi Nachtmann in feinster Rockstar-Manier. Den zweiten Teil begann das Jugendsymphonie-Orchester mit den „Mira-Variations“, die fast wie heroische Filmmusik wirkten, gefolgt von „The Best Pizza Symphonic Orchestra“, einem Uraufführungsorchester aus Klasse 6d, das mit „Geisterstunde“ auch ein selbstkomponiertes Stück spielte. Für den Kanon aus Kanon und Gigue, den sie im Duett mit Laura Zeppenfeld auf der Violine spielte, wurde Luna Margottes Harfe auf die Bühne gekarrt.

Größter Kammerchor in der Geschichte des Gymnasiums

Jetzt kam der Moment, in dem das Publikum verstand, was Jilek mit der vollen Bühne gemeint hatte: Der größte Kammerchor in der Geschichte des Gymnasiums – bestehend aus den aktuellen und den ehemaligen Mitgliedern – verkündete stimmgewaltig: „Good News Chariot Is Coming“. Chorleiter Zink bedankte sich bei den ehemaligen Kammerchormitgliedern: „Es ist wunderschön, wenn aus Schülern Freunde werden.“ Mit „An Irish Blessing“ verabschiedeten sich die Chöre – aber nicht für lang, wenn es nach ihrem Chorleiter geht: „Wegen mir kann es gerne eine Fortsetzung geben, vielleicht sogar jedes Jahr“, so Zink. Den Abschluss unterstrich die Big Band unter Menzinger mit Musik, die auch in einen Jazz-Club gepasst hätte – und erleichterte dem Publikum die Entscheidung, ob es zum Sommerkonzert und zum Musicalabend im Juli wiederkommt. 

Von Karolin Wolf

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