Der Bürgersteig ist wieder in Gefahr

Dietramszell - Weil ein Unbekannter nachgehakt hat, prüft die Regierung von Oberbayern derzeit, ob der Ascholdinger Gehwegbau neu ausgeschrieben werden muss. Das würde wohl das Aus bedeuten.

Es war eine einmalige Geschichte, als die Ascholdinger Bürger in den vergangen Monaten 40 000 Euro gespendet haben, damit sie einen Gehweg gekommen. Oder besser: Es schien eine einmalige Geschichte zu sein. Denn das Projekt ist mit einem Mal wieder gefährdet. Die Regierung von Oberbayern prüft derzeit offenbar, ob der Gehwegbau nicht neu ausgeschrieben werden muss.

Wenn dem so wäre, wäre die Realisierung des Gehsteigs, die das Dorf seit mehr als 20 Jahren beschäftigt, mit einem Mal wieder fraglich. Denn derzeit ist Ascholding eine große Baustelle, die Staatsstraße wird erneuert, die Wasserleitungen ebenso. Wenn aus dem Bürgersteig, von dem vor allem Kinder und Senioren profitieren, etwas werden soll, dann in diesem Sommer. Das Einfachste wäre es freilich, die Firma Peterbau aus Bad Tölz damit zu beauftragen, die die Bausstelle ohnehin betreut. Eine neue Ausschreibung würde das aber mindestens verzögern. Darauf wird das Staatliche Bauamt aber nicht warten können. Die Baustelle wird irgendwann beendet - und die historische Chance wäre vertan.

Das Sonderbare: Es scheint ein Dietramszeller Bürger gewesen zu sein, der sowohl bei der Regierung als auch beim Landratsamt angefragt hat, ob nicht eine neue Ausschreibung notwendig sei. „Jemand hat die Behörden darauf aufmerksam gemacht und nachgefragt“, erklärt Christine Volkmer vom Staatlichen Bauamt Weilheim. Sie sagt, dass die Baustelle grundsätzlich sehr gut läuft: „Wir liegen voll im Zeitplan.“ Derzeit arbeitet man vor allem am Kreuzungsbereich der beiden Staatsstraßen. Die Frage nach dem Gehweg sollte nach Meinung von Christine Volkmer aber bald geklärt werden, weil davon viel abhängt - zum Beispiel, wo bestimmte Kabel verlegt werden. (vu)

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