Von Casting zu Casting

- Eduard Hien wirbt sogar in Spanien

VON VERONIKA WENZEL Geretsried - Wer im Sommer zufälligerweise ein spanisches Reisebüro betritt, könnte bei einem Blick an die Wand stutzen. Möglicherweise könnte dem Urlauber das Gesicht auf dem Werbeplakat bekannt vorkommen. Der Geretsrieder Eduard Hien wirbt demnächst auf Postern für einen der größten spanischen Autovermieter.

Deutsch und zufrieden - so sollte das Model nach der Vorstellung der Firma aussehen. "So unter dem Motto: ,Wieder ein zufriedener Kunde`", berichtet Hien. Besonderen Wert legte der Auftraggeber auf das bunte Hawaiihemd. Außerdem musste der Geretsrieder eine Schachtel mit einem Verlobungsring in die Hand nehmen. Im Hintergrund ist eine Landkarte zu sehen. Der Fototermin in München hat dem 45-Jährigen durchaus Spaß gemacht. Beeindruckend fand er vor allem den großen Personalaufwand, der für die Foto-Session betrieben wurde. "Es war eine Friseurin da, jemand für die Schminke, jemand für die Klamotten und drei, die für die Fotos zuständig waren", berichtet er.

Eigentlich ist Hien im Werbe-Business bereits ein alter Hase. Vor einigen Jahren sprach ihn eine Mitarbeiterin der Firma "Brigitta Hughes Casting" auf dem Münchner Oktoberfest an und schoss einige Fotos. "Ich dachte, die macht nur einen Spaß", sagt Hien. Schließlich gehöre er ja nicht zu der Kategorie "super schlankes Model". Ein wenig später kamen aber die ersten Einladungen für Castings. Werbespots folgten. Für Philip Morris musste er mit einem Dackel im Biergarten sitzen, für McDonald`s die China-Wochen bewerben und für Kampa-Fertighäuser einen Bauarbeiter mimen. "Bei den letzten beiden Spotts war sogar Detlev Buck der Regisseur", berichtet Hien. Auch auf Plakaten war der Geretsrieder schon zu sehen. Für Antenne Bayern trat er darauf als Fingerhakler auf. Im Film "Sau sticht" - gedreht am Thanninger Sportplatz - musste er als Fußball-Schiedsrichter auflaufen.

Regelmäßig nimmt der 45-Jährige an Castings teil. Zuletzt bewarb er sich für Sendungen wie "Richter Alexander Hold" und "K11 - Kommissare ermitteln". Auch beim "Gaudi Max" hätte Hien gerne mitgemacht. "Die haben mich nicht genommen, weil sie gesagt haben, dass mein Gesicht durch die Werbung schon zu bekannt ist." Der Bekanntheitsgrad wird wohl noch steigen - spätestens dann, wenn die Plakate in Spanien hängen.

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