Die Chance, sich selbst auszuprobieren

- Verein Caminata stellt sich vor

Elf "engagierte Bürger, die etwas bewegen wollen", haben den Verein laut Baumgartner gegründet. "Wir wollen ein Podium sein für alle, die bereit sind, Wissen und Arbeitskraft einzubringen." Seminare, Kurse und Einzelveranstaltungen - vom Töpfer- und Tanzkurs über Frühstückstreffs in anderen Sprachen bis hin zum philosophischen Vortrag - möchte der Verein unter anderem organisieren. Geleitet werden sollen die Angebote von Vereinsmitgliedern. "Sie sollen zu uns kommen und sagen, was sie zeigen und vermitteln wollen", erläuterte Lauffer.<P>Dafür muss man kein ausgebildeter Dozent oder erfahrener Kursleiter sein - im Gegenteil. "Jeder soll sich hier ausprobieren können", sagte Baumgartner. "Denn in vielen Menschen schlummert wertvolles Potenzial, das gerade bei Frauen - bedingt durch ihre Familienzeit - oft ungenutzt brach liegt", heißt es im Konzept des Vereins. Finanzieren will sich die Organisation über Einnahmen aus Veranstaltungen und Mitgliedsbeiträgen.<P>Ein weiteres Ziel ist die Schaffung eines lebendigen Aktionszentrums. "Das Wilfert-Haus erscheint uns dafür ideal", regte Baumgartner an. Diesen Wunsch sah SPD-Fraktionschef Walter Büttner als "Knackpunkt". Das leer stehende Haus an der Adalbert-Stifter-Straße war schon öfter Objekt der Begierde. Zuletzt wollte der Museumsförderverein das Museum dort eröffnen. Alle Bewerber hat die Stadt bislang abgewiesen - aus gutem Grund: "Wir kalkulieren damit, dass wir 300 000 Euro bräuchten, um es in einen vernünftigen Zustand zu bringen", so Büttner. Der Verein solle sich die Räume erst einmal anschauen, meinte auch Vize-Bürgermeister Gerhard Meinl (CSU). "Ich glaube nicht, dass Sie es dann noch geeignet finden."<P>Generell fanden alle Ausschussmitglieder die Vereinsidee gut. "Allerdings hat die Chefin des Kulturamts Bedenken angemeldet, ob sich das nicht mit dem Volkshochschul-Programm überschneidet", meinte Büttner. Lauffer sieht eher eine Chance für die VHS, sich besser präsentieren zu können. Momentan werde das VHS-Programm zweimal im Jahr an alle Haushalte verteilt. Im neuen Aktionszentrum könne es "ständig ausliegen". Auch andere kleine Anbieter, die momentan auf Handzetteln für ihre Kurse und Vorträge werben müssten, könnten sich durch Vernetzung mit Caminata besser nach außen darstellen.<P>

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