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Aufnahmen mit dem BR: Für ihre neue CD und anlässlich des 100. Todestages von Max Reger haben die rund 40 Sänger des Isura-Madrigal-Chors aus Geretsried ein anstrengendes Wochenende auf sich genommen.

Isura-Madrigal-Chor

Ein Chor sieht rot

Geretsried/München – Anlässlich des 100. Todestages von Max Reger hat der Geretsrieder Isura-Madrigal-Chor für den Bayerischen Rundfunk sowie für eine neue CD Werke dieses Komponisten aufgenommen.

„Das Singen und Reden darf nicht seelenleer sein. Man muss verstehen, was man singt und wovon man spricht. Es muss mit Leben gefüllt sein“: Unter diesem Motto gestaltet der Isura-Madrigal-Chor seit Jahrzehnten seine Konzerte. Bei seinem Auftritt am vergangenen Wochenende aber fehlte das Publikum. Dafür stand der Ü-Wagen des Bayerischen Rundfunks (BR) vor der Tür des Seminars St. Matthias in Waldram, und anstatt der lebendigen Zuhörer füllten Mikrofone den Raum. Für den Chor mit seinen über 40 Sängern war dies seit langem die erste Aufnahme unter professionellen Bedingungen. Zu Beginn stellte sich das Team des BR vor und erklärte den Chormitgliedern das Equipment.

Die Leuchte neben dem Dirigentenpult ist zentraler Angelpunkt, denn sie zeigt dem Chor, wann die Aufnahme beginnt. Bei Rot wird es ernst. Der Tonmeister und die Tontechnikerin sind mit dem Chor ständig über Mikrofon in Verbindung. Die Sänger haben sich für ihre Aufnahme anlässlich des 100. Todestages von Max Reger die „Vier Kirchengesänge“, die „Acht geistlichen Gesänge“ und die anspruchsvolle Motette „O Tod, wie bitter bist du“ vorgenommen. Bei den Aufnahmen geht es nicht nur um richtige Harmonien, sondern um die Seele der zentralen Aussage jedes Stückes – es muss mit Leben gefüllt sein. In akribischer Feinarbeit gibt der Tonmeister dem Chor Feedback und Tipps, den jeweiligen Stücken ihr Leben einzuhauchen. Immer und immer wieder probieren die Sänger einen Abschnitt, bis er unter den kritischen Ohren des Tonmeisters endlich perfekt ist. Seine Geduld und seine positiven Ermunterungen, die den Chor immer wieder über sich hinauswachsen lassen, sind bewundernswert – trotz der vielen „Abers“ aus dem Ü-Wagen.

Auch der Chorleiter Johannes Buxbaum führt seinen Chor souverän und professionell durch das Wochenende. Am Sonntagnachmittag ist dann endlich alles geschafft, und alle Beteiligten sind erschöpft, aber überglücklich. Alle sind gespannt auf die Aufnahmen, die im BR am Totensonntag zu hören sein werden. Die neue CD erscheint Ende des Jahres. (red)

Info

Unter dem Titel „O Tod, wie bitter bist du“ stellt Stephan Ametsbichler die Neuaufnahmen mit dem Isura-Madrigal-Chor am Sonntag, 15. November, um 19.30 Uhr in der Bayern-2-Radiosendung „Musik für Bayern“ vor.

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