Bericht: Wegen Sommermärchen-Affäre - Anklage gegen Ex-DFB-Präsidenten

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Mit der Bebauung des Lorenz-Areals wird der Verkehr in der Stadt zunehmen.

CSU-Stammtisch

Bauen, bis sich Nachfrage und Preis regulieren

Beim ersten Stammtisch der Geretsrieder CSU im neuen Jahr geht es um die Themen Wohnraum, Infrastruktur und Verkehr.

Geretsried – „Wir müssen bauen, bauen, bauen, damit sich die Nachfrage und damit die Preise regulieren“, sagt der CSU-Ortsvorsitzende und Fraktionssprecher im Stadtrat, Ewald Kailberth. Beim CSU-Stammtisch im Gasthof Geiger am Sonntag meinte er, er rechne damit, dass Geretsried im Jahr 2025 bis 2030 die 30 000-Einwohner-Marke geknackt habe. Schon jetzt werde enorm nachverdichtet. Wo ein Einzelhaus mit großem Garten gestanden habe, würden Dreispänner und Mehrfamilienhäuser entstehen. Künftig müsse man in die Höhe gehen, um noch mehr und vor allem bezahlbaren, Wohnraum zu schaffen. Besucher Ernst Walko sagte, er halte die Zusammenarbeit mit Wolfratshausen für das wichtigste Zukunftsthema, denn „zwischen Waldram und Gelting ist noch viel Platz zum Bauen“. In absehbarer Zeit würden Geretsried und Wolfratshausen ein Mittelzentrum bilden, ist sich Walko sicher.

Hans Schmuck Der Ex-Stadtrat fragt sich,ob die Infrastruktur mitder Entwicklung Geretsriedsmithalten kann.  

Doch auch Bedenken wegen des Bevölkerungszuwachses wurden laut am Stammtisch. Ex-Stadtrat Hans Schmuck fragt sich, ob die Infrastruktur mit der Entwicklung Schritt halten kann. Kailberth versprach, im neuen Flächennutzungsplan, den die Stadt gerade aufstellt, werde an Kindertagesstätten und Sportflächen gedacht. Besucherin und Grünen-Mitglied Lena Gneist warnte vor dem Flächenfraß. Es sei deshalb richtig, mehrgeschossig zu bauen. Um möglichst viel Grün zu erhalten, regt die Gärtnerin „vertical farming“ an. Entlang der Häuserfassaden könnten Rankpflanzen wachsen, auf verschiedenen Ebenen Obst und Gemüse angebaut werden.

Ein viel größeres Problem stellt für den neuen Kreisvorsitzenden der Jungen Union, Andreas Ofenbeck, der Verkehr dar. Ofenbeck, der nach Geretsried gezogen ist, sagte, er fahre täglich mit dem Auto zu seinem Arbeitsplatz nach München und stehe regelmäßig auf der Bundesstraße 11 im Stau. Stadtrat Wolfgang Möckel gab zu bedenken, dass mit der Eröffnung des Möbelhauses XXXLutz in Wolfratshausen und der Fertigstellung des Wohngebiets auf dem Lorenz-Areal mit rund 600 Wohnungen in Geretsried der Verkehr in beiden Städten noch mehr zunehmen werde. Stadtrat Franz Wirtensohn schlägt eine Ost-Umgehung über Gelting vor. Über eine sogenannte Holländerrampe (wie in Waldram) könnten die Fahrzeuge auf Höhe des McDonald’s über den Kanal ins Geltinger Gewerbegebiet und umgekehrt gelangen. Das würde die B 11 und den Ort Gelting vor allem vom Verkehr durch die vielen Logistikunternehmen entlasten. Außerdem müsste die Einfahrt Geretsried-Nord, ein weiterer Verkehrsknotenpunkt, besser gestaltet werden, fordert Wirtensohn. Im Jahr 2027 oder 2028, so die aktuellen Prognosen, soll die S-7-Verlängerung dazu beitragen, dass ein Teil des Individualverkehrs wegfällt.

Tanja Lühr

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