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Dietramszell: So wird das neue Schützen- und Gemeinschaftshaus aussehen

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Von: Viktoria Gray

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Die Dietramszeller Bürgermeister: Zweiter Bürgermeister Anton Huber, Dritter Bürgermeister Thomas Kranz und Erster Bürgermeister Josef Hauser.
Freuen sich über die Förderung: (v.l.) Zweiter Bürgermeister Anton Huber, Dritter Bürgermeister Thomas Kranz und Erster Bürgermeister Josef Hauser. © Gemeinde

Dietramszell/Linden – Die Gemeinde Dietramszell baut ein finanziell gefördertes Schützen- und Gemeinschaftshaus.

Durch die Leader-Aktionsgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen wurde den Dietramszeller Bürgermeistern der Förderbescheid für den Bau des neuen Schützenhauses im Ortsteil Linden überreicht.

Das Gebäude, das auch von anderen Vereinen und als Gemeinschaftshaus genutzt werden soll, wird mit 292.661 Euro gefördert. Für die Übergabe kamen Leader-Vertreter, Bauplaner und Gemeinde-Vertreter zusammen.

Der Neubau wird zwischen dem alten Schulhaus und dem Kindergarten entstehen. Das alte Schützenhaus sei vormals viel zu eng gewesen, wie Bürgermeister Josef Hauser betonte. Daher war die Freude bei den Rathauschefs umso größer, dass das neue Dietramszeller Schützenhaus durch den Leader-Prozess im Landkreis gefördert wird.

Aushängeschild für den Landkreis

Das Projekt, dass insgesamt über 733.000 Euro kostet, wird durch die lokale Leader-Aktionsgruppe (LAG) mit 292.661 Euro unterstützt. Dabei soll das Schützengebäude nicht nur den Schützen zur Verfügung stehen. „Vereine aller Art können das Gebäude nutzen“, erklärte Hauser.

Die Leader-Gruppe fördere immer dann Projekte, wenn sonst keine Förderung vorhanden sei. „Was wir da auf die Füße gestellt haben ist wirklich wieder ein Aushängeschild für den Landkreis“, freute sich Erster LAG-Vorsitzender Thomas Gründl.

Ausgangspunkt für eine Förderung seien immer Bürger, die sich zusammenschließen. In dem Fall, ging die Initiative von den Schützen Dietramszell-Linden aus. Nach dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“, wie Leader-Koordinator für Oberbayern Süd Johann Kölbl sagte, würden so Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft geschaffen.

Energie über Fernwärmenetz

Wie Bauplaner Robert Illner vom gleichnamigen Planungs- und Ingenieurbüro erläuterte, soll das Gebäude zweigeschossig werden und zwischen dem alten Schulhaus und dem Neubau des Kindergartens entstehen.

Der Keller wäre über den Süden von oben zu erreichen und der Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss auch über die Nordseite. Da das Gelände von der Topografie her relativ steil verlaufen würde, soll der Keller halbseitig fast unter der Erde liegen. Mit einem Aufzug sowie über eine Treppe gelangen Nutzer in den Keller.

Eine Skizze vom neuen Schützenhaus in Dietramszell.
Das neue Schützenhaus in Dietramszell. ©  Ingenieurbüro Illner

Dort angesiedelt seien Umkleiden, Schießaufsicht und ein großer Multifunktionsraum mit acht Schießständen. Diese werden digital laufen. „Die ganzen Seilkonstruktionen, wie man sie etwa von alten Schießständen kennt, fallen weg“, sagte Illner.

Idealerweise habe jemand in unmittelbarer Nachbarschaft eine Hackschnitzelheizung gebaut. „Per Fernwärmeleitung können im Prinzip die ganzen gemeindlichen Gebäude –also Kindergarten, altes Schulhaus sowie das Schützenhaus mit Fernwärme versorgt werden“, erläuterte der Bauplaner.

Soziales Miteinander stärken

„Gerade bei ehrenamtlichen Projekten, wie bei dem Schützenhaus sind wir sehr froh über die Förderung“, sagte auch LAG-Manager im Raum Bad Tölz-Wolfratshausen Andreas Wüstefeld. Beim Neubau in Dietramszell würden konkrete Entwicklungsziele umgesetzt werden, die eine Förderung erst möglich machten.

Dabei ginge es um die aktive Gestaltung des demografischen Wandels, um die Stärkung des sozialen Miteinanders sowie um die Unterstützung des ehrenamtlichen Engagement und Barrierefreiheit. „Das können wir hier mit diesem Projekt par excellence umsetzen“, freute sich Wüstefeld. Der Erhalt der dörflichen Identität sei gerade bei einer Gemeinde mit vielen Ortsteilen wie Dietramszell sehr wichtig.

Eigenleistung kann gefördert werden

Insgesamt wurden bereits 15 Projekte im Tölzer Landkreis durch die Leader-Aktionsgruppe gefördert. So etwa auch das Badehaus in Waldram oder der Bewegungsparcours in Geretsried.

Bei dem Schützenhaus in Dietramszell sei laut LAG-Planerin Gwendolin Dettweiler außerdem besonders erfreulich, dass die Eigenleistung der Vereine gefördert werden könne. „Die ehrenamtliche Arbeit, die Vereinsmitglieder beim Bau und bei der Umsetzung mit einbringen, können wir zu einem gewissen reduzierten Prozentsatz fördern“, erklärte Dettweiler.

Bürger könnten so wirklich direkt ihre Heimat gestalten. „Wir vom LAG-Management sorgen dafür, dass am Ende die Berechnungen stimmen und das Projekt dann auch ins Laufen kommen kann“, sagte Dettweiler.

Fertig soll der Bau im Laufe des nächsten Jahres werden. Einig waren sich Leader- und Gemeindevertreter sowie Planer, dass ein solches Projekt die Gemeinschaft extrem zusammenschweißen würde und dass das genau das wäre, was man derzeit in Dietramszell braucht.

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