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Mit 100 neuen Piepsern ist die Feuerwehr Egling besser erreichbar

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Von: Franca Winkler

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Team der Eglinger Feuerwehr vor einem Feuerwehrfahrzeug. Bürgermeister übergibt Funkmeldeempfänger an Kreisbrandmeister.
Kreisbrandmeister Marc Vopelius (Mitte l.) und Eglings Bürgermeister Hubert Oberhauser bei der Übergabe der neuen Funkmeldeempfänger in Egling. © Kreisbrandinspektion

Egling – Bürgermeister Hubert Oberhauser übergab den Kommandanten der sieben Freiwilligen Feuerwehren der Großgemeinde Egling 100 digitale Feuermelder für erfolgreiche Einsätze.

Seit Mitte 2018 wurden in der Integrierten Leitstelle Oberland die Einführung der digitalen Warnung als eine der Pilotleitstellen in Bayern getestet. Nach einigen Verzögerungen durch den Mangel an elektronischen Bauteilen, sind die sogenannten Tetra-Pager, abgeleitet von „Terrestrial Trunked Radio“ (zu Deutsch: „Funkmeldeempfänger“), eingetroffen, programmiert und von Bürgermeister Hubert Oberhauser an die Kommandanten übergeben worden.

Die Kosten für 93 „Feuerwehr-Piepser“ werden einmalig bis zu 80 Prozent vom Freistaat Bayern gefördert, die restlichen Kosten übernimmt die Gemeinde Egling mit Eigenmitteln, berichtet Kreisbrandmeister Marc Vopelius.

Anders als bei einer Berufsfeuerwehr oder einer ständig besetzten Wache, gehen die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehren ihren Alltagstätigkeiten nach. Die Funkmeldeempfänger sichern die Alarmierung dieser Feuerwehrkräfte. „Zwar gibt es in jeder unserer Gemeinde noch eine Sirenenalarmierung, diese ist jedoch nicht immer zielführend, gerade wenn es um die Alarmierung von Spezialkräften, wie zum Beispiel bei den First Responder in Egling“, erläutert Vopelius. Auch auf Grund der geografischen Voraussetzungen seien die Sirenen nicht überall gut zu hören.

Neue Piepser informieren Einsatzkräfte schon im Vorfeld

Mit den neuen „Piepsern“ werde sichergestellt, dass die Einsatzkräfte erreicht werden. Auch gebe es neue Funktionen, wie die Fernwartung und die Übermittlung der Einsatzmeldung per Textnachricht. „So ist der Feuerwehrangehörige schon auf der Anfahrt zum Gerätehaus informiert, um welches Ereignis es sich handelt und wo die Einsatzstelle liegt“, sagt der Kreisbrandmeister.

Einsatzkräfte können durch die Piepser schneller Helfen

Letzteres bringe den Vorteil mit sich, dass Feuerwehrkameraden, bei größeren Rettungseinsätzen noch an die Einsatzstelle nachkommen können, sollten sie eine weitere Anfahrt zum Gerätehaus haben. Leider reichen die „Piepser“ nicht aus, bedauert Vopelius. So entscheiden die Kommandanten wer ein Gerät bekommt.

Nun beginne in der Großgemeinde Egling eine Testphase mit den alten und neuen Funkmeldeempfängern. Sobald diese beendet ist, werden die noch vorhandenen alten Geräte eingesammelt.

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