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Gemeinde Icking will auf grüne Energie umstellen

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Von: Franca Winkler

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E-Auto an Ladesäule
Ist auch Teil der Umstellung auf erneuerbare Energien: Ladestationen für Elektrofahrzeuge. © panthermedia/kasto

Icking – Den Weg frei machte die Gemeinde Icking für eine deutliche Senkung des Energieverbrauchs und eine entsprechende Umstellung auf erneuerbare Energien.

So gab es vom Gemeinderat grünes Licht für den Einbau der raumlufttechnischen Anlagen in Grundschule, Offene Ganztagsschule, Kindergarten Icking und Kindergarten Dorfen. Durch Wärmerückgewinnung komme es zum Einspareffekt. In der Gemeinderatssitzung wurden die Planungen vorgestellt. Die Arbeiten werden nun ausgeschrieben, die Umsetzung soll bis zum Herbst erfolgen.

Die Warmwasserbereitung für Turnhalle und Offene Ganztagsschule wird von der Zentralheizung getrennt und solle nun in Zukunft dezentral erfolgen. Die entsprechenden Umbauarbeiten wurden in der Sitzung an die jeweils wirtschaftlich besseren Anbieter vergeben, die im Vorfeld Angebote eingereicht hatten.

Gasverbrauch um 50.000 kWh pro Jahr senken

Geachtet wurde dabei auch auf die Möglichkeit der kurzfristigen Umsetzbarkeit. Geschätzt könne der Energieverbrauch (Gas) durch die Umstellung mindestens um 50.000 kWh/ Jahr gesenkt werden. Dies entspricht einer Einsparung von etwa 11.000 Kilogramm CO2.

Den Gasverbrauch zusätzlich senken möchte die Gemeinde über den Anschluss an die Hackschnitzelanlage am Gymnasium. Vorausschauend wurde diese gemeinsame Versorgung von Gymnasium und Grundschule sowie Kindergarten bereits bei der Errichtung eingeplant. Nun soll der Anschluss vollzogen werden. In der CO2-Bilanz sollte sich dies deutlich niederschlagen.

Gemeinde Icking will den steigenden Gaspreisen entgegenwirken

Prognostiziert ist eine Verringerung des Ausstoßes um auf ein Drittel: von 65.000 kg/a auf etwa 21.000 kg/a. Die alten Kessel sollen aber für eine mögliche Spitzenlast bestehen bleiben. „Wirtschaftlich können wir den steigenden Gaspreisen für die Gemeinde entgegenwirken“, betont Bürgermeisterin Verena Reithmann (UBI). Die Verwaltung wurde in der Sitzung beauftragt, die Planung auszuschreiben und mit dem Landkreis entsprechende Vereinbarungen vorzubereiten.

Ein weiterer Baustein für die Senkung des Energieverbrauchs sei die Nachrüstung der vorhandenen Photovoltaik-Anlagen der Gemeinde mit Batteriespeichern. Zusätzlich hat der Gemeinderat Icking angeregt, dass die Anlagen mit einer zukunftsfähigen Steuerung ausgestattet werden sollten, die zum einen Ladevorgänge für Elektrofahrzeuge geschickt steuert aber auch mittelfristig geeignet ist, einen Stromtausch innerhalb der Gemeinde zu ermöglichen. Verschiedene Ideen sollen nun weiter verfolgt und dem Gemeinderat vorgestellt werden.

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